Weihnachtswunder im Rampart


Eine Kurzgeschichte v. Mel




Es war der 11. Dezember überall liefen die Vorbereitungen für die bevorstehenden Festtage. Auch im Rampart wurde festlich geschmückt, Dixie McCall die gute Seele des Hauses und Oberschwester freute sich richtig und versuchte jeden mit ihrer Vorfreude anzustecken. Bei Kel Brackett jedoch hatte sie einige Mühe aber sie hatte sich geschworen jeden zu überzeugen.


Am Abend wurde ein kleines Mädchen eingeliefert die durch einen betrunkenen Autofahrer verletzt wurde. Dem Autofahrer ging es gut, er trug nur leichte Verletzungen davon. Das kleine Mädchen hatte weniger Glück, sie hatte so schwere Verletzungen, das man es für angebracht hielt sie ins künstliche Koma zu versetzen.

Kel stand resigniert neben Dix und fragte sie wie man da an Vorfreude auf Weihnachten bekommen sollte. Doch sie sprach ihm Mut zu und meinte dass das kleine Mädchen, ihr Name war Christine, es schaffen würde. Die Weihnachtsengel würden über sie wachen und aufpassen das alles wieder gut werden würde.


Die Eltern von Christine sassen Tag und Nacht bei ihrer Tochter am Bett und wachten. Aber es wollte einfach keine Besserung eintreten, mittlerweile war auch Dix so weit, das sie nicht mehr daran glaubte. Kel wurde immer mürrischer, denn während sich bei der Kleinen gar nichts tun wollte, konnte der Autofahrer nach zwei Tagen das Krankenhaus verlassen. Das einzige was Kel ein wenig freute war, das er nicht ungestraft bleiben würde. Ihn erwartete ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung.


Es war ein Tag vorm Weihnachtstag, an diesem Tag sollte auf der Kinderstation ein engagierter Weihnachtsmann den Kindern wenigstens ein wenig Freude machen. Er verteilte kleine Plüschtiere und etwas Süßes. Es wurden sogar Lieder gesungen, Dix ging das Herz auf. Dann fiel ihr Christine ein die nach wie vor im Koma lag, man hatte die künstliche Reinversetzung schon vor Tagen rausgenommen, aber sie wollte einfach nicht aufwachen. Ihr liefen Tränen über die Wange, so traurig war Dix, glaubte sie doch fest daran, das es so etwas wie Wunder zu Weihnachten gab. Kel stieß zu ihr und nahm sie in den Arm, denn auch er war noch weniger als zuvor in der Stimmung zu feiern. Der Weihnachtsmann sah das und ging auf die beiden zu und fragte was denn los sei, warum man weint wenn doch Weihnachten ist. Sie erzählten von Christine und das jede Hoffnung auf Genesung gesunken war. Das machte sogar ihn traurig, aber er wollte das er zu ihr gebracht wurde.


 

Kel und Dix brachten ihn in das Zimmer der Kleinen. Ihre Eltern waren da, wie jeden Tag, seit sie eingeliefert wurde. Sie sahen den Mann im roten Mantel und dem weißen Bart erstaunt an. Doch er hatte nur Augen für das kleine Mädchen das mit ihren blonden Locken aussah wie ein kleiner Engel. Er trat an das Bett heran und streichelte ihr sanft über ihr Haar und ihr Gesicht. Er sprach leise zu ihr, das sie noch nicht so weit sei ein schöner Engel zu werden, das noch genug andere da waren. Sie müsste aufwachen, denn ihre Zeit wäre noch nicht gekommen.


Christine´s Mutter konnte ihre Tränen nicht zurückhalten und auch Dix nicht. Sogar den beiden Männern standen Tränen in den Augen. Der Weihnachtsmann hatte so eine sanfte gefühlvolle Stimme und klang einfach nur glaubwürdig. Es bestand für ihn überhaupt keinen Zweifel. Er ging und sagte zu den anwesenden, dass Christine noch an dem Tag aufwachen würde. Dann ging er, wortlos und lies verwunderte umherstehende Personen zurück.


 

Am frühen Abend kamen Kel und Dix noch einmal zu dem Zimmer der kleinen Christine, doch sie war noch nicht wach geworden. Kel prüfte all ihre Werte und sagte das er ratlos ist. Es tat ihm leid, dass er den Eltern die letzte Hoffnung nehmen musste. Da sah Dix auf einmal etwas und ging zum Bett der Kleinen. Kel sah sie fragend an und sie sagte dass sie eine Bewegung gesehen hätte. Sie sprach Christine an und ob sie sie hören könnte. Die kleinen Finger bewegten sich erneut. Dann öffnete sie ganz langsam die Augen, sah Kel an, dann Dix. Sie drehte den Kopf langsam zur Seite und sah in die vor Freude weinenden Gesichter ihrer Eltern. Als sie dann noch leise Mommy und Daddy sagte war bei allen anwesenden keine Kraft gegen die Tränen entgegen zu bringen. Kel untersuchte sie erneut und ihre Werte wurden besser, auch die Reflexe waren in Ordnung. Er sagte den Eltern, dass nun alles wieder gut werden würde. Sie bedankten sich, dann verliessen Kel und Dix das Zimmer.


Kel nahm sie an die Seite sah ihr in die Augen und sagte zu ihr, das sie recht hatte. Es gab wirklich ein Weihnachtswunder.



 

Ende

 

Ende

        

Ein Herz für Andere


Kurzgeschichte von Mel



Es war ein Montagmorgen, wie jeder andere als Doctor Kelly Brackett sein Appartement verließ. Er stieg in seinen Lincoln und machte sich auf den Weg zur Arbeit, welche er als Chefarzt der Notaufnahme des Rampart General Hospitals verrichtete. Im Radio spielten sie die alten Jazz Stücke, die nur von der Wettervorhersage unterbrochen wurden, es hieß es würde der heißeste Tag im Jahr erwartet werden. Als er das hörte wusste er, es würde eine lange, sehr lange Schicht werden, mit jeder Menge Arbeit. Er hatte keine Ahnung…das er seinen Dienst ausnahmsweise nicht wie gewöhnlich im Krankenhaus antreten würde.


Ungefähr zur gleichen Zeit, fuhr eine junge Frau von ungefähr 30 Jahren von zu Hause weg, um zur Arbeit zu gelangen. Sie fuhr einen amerikanischen Kleinwagen, der sie nicht zu ihrem Ziel bringen sollte. Sie fuhr den Highway entlang und bog an einer Ausfahrt ab, sie musste zu ihrem Büro, sie war selbstständig. Es war eine Art Anlaufstelle für Eltern mit traumatisierten Kindern, bedingt durch einen Unfall, Misshandlung oder was man Kindern sonst noch antun konnte. Es war ein Mitarbeiterstab von zehn Leuten unter ihr, und sie wurde bereits gefragt ob man das nicht erweitern konnte. Nun war sie am überlegen, wie sie das machen sollte. Weil sie so in Gedanken war, hatte sie nicht gesehen, dass ein Gegenstand auf der Fahrbahn lag, über den sie fuhr und einer ihrer Reifen platzte. Sie verlor die Kontrolle über ihr Auto und kam von der Fahrbahn ab und prallte, nach einigen Drehungen gegen einen Baum.


Kel Brackett nahm wie gewohnt seine Abfahrt und wunderte sich über den stockenden Verkehr, den er so nicht gewohnt war. Als er Rauch aufsteigen sah, versuchte er so schnell wie möglich an den zum Teil stehenden Fahrzeugen vorbei zu kommen. Es gelang ihm nur mühsam, kam jedoch an dem verunfallten Wagen an und stieg schnell mit seiner Tasche, die er immer im Auto hatte, aus. Er rief noch jemandem zu, das dieser die Feuerwehr anrufen sollte und einen Krankenwagen. Er ging zum fast vollkommen zerstörten Auto und sah eine Person die bewusstlos zusammengesunken im Vordersitz saß. Er prüfte die Vitalwerte und sprach sie an, aber er bekam keine Reaktion. Die Vitalwerte waren schwach, und er suchte nach Anzeichen für Blutungen. Er versuchte die Tür zu öffnen um besser an sie heran zukommen, bei dem Versuch verletzte er sich am Arm, was er nicht mitbekam.


Auf der Wache 51 ging der Alarm los, sie wurden bei einem Autounfall mit Verletzten benötigt. Der Dispatcher gab die Adresse durch. Captain Hank Stanley bestätigte den Einsatz wie gewohnt und schon ging es los. Der Squad voran und dahinter der Ward, alle Fahrzeuge machten Platz so das sie gut durchkamen, kein Wunder wenn man den großen Roten Riesen im Rückspiegel hatte. Sie kamen an der Unfallstelle an und Roy DeSoto und John Gage holten ihre Ausrüstung und liefen zum Auto. Sie staunten nicht schlecht als sie den Doc sahen, der ihnen erklärte, dass er nur zufällig da war. Er war bereits total durchgeschwitzt und konnte den Jungs sagen wie die Werte waren, sie bereiteten die von ihm angeordnete Infusion vor, während der Captain sich darum kümmerte wie sie die junge Frau am besten und schnellstem aus dem Auto befreien konnten. Er beschloss den Spreizer zu nehmen um das Lenkrad und Armaturenbrett von ihr wegzuziehen.


Ungefähr eine halbe Stunde später war die Bergung abgeschlossen und die junge Frau konnte transportiert werden. Kel fuhr im Krankenwagen mit, während Johnny seinen Wagen hinterher fahren sollte. Der freute sich das er das Auto fahren durfte wünschte sich aber, die Umstände wären besser gewesen. 15 Minuten danach kamen sie im Rampart an, und brachten sie in einen der freien Behandlungsräume. Sie wurde von Kel und Dix versorgt, auch Joe Early kam noch um zu helfen. Als sie verlegt werden konnte und ausser Gefahr war, bemerkte Dix die Verletzung am Arm von Kel und nur unter Protest liess er sich von Joe behandeln. Er wurde mit zehn Stichen genäht, was ihm gar nicht passte, denn zu allem Überfluss bekam er noch eine Spritze verpasst, die Infektionen vorbeugen sollte. Ärzte waren eben immer noch die schlimmsten Patienten. Er ging in sein Büro und zog sich ein anderes Hemd an, da seines nicht mehr zu gebrauchen war, und er im Behandlungsraum mit einem Kittel gearbeitet hatte. Er legte sich auf sein Sofa, welches er drinnen stehen hatte und schlief ein. Niemand weckte ihn, weil Joe Early das verboten hatte, er meinte das man ihn nur im äussersten Notfall stören sollte, was man vermeiden konnte.


Am frühen Abend wachte er von alleine auf, und ging zur Funkanlage, er nahm sich einen Kaffee und sah da das Erste mal auf die Uhr und erschrak. Dix beruhigte ihn und erzählte ihm das Joe es verboten hatte ihn zu stören und in dem Medikament ein leichtes Schlafmittel gewesen wäre. Kel beruhigte sich relativ schnell wieder, denn der Schmerz im Arm, der ihn durchfuhr liess ihn spüren das Arbeiten vielleicht gar nicht so gut gewesen wäre. Er fragte nach der jungen Frau und Dix sagte ihm das man mittlerweile ihren Namen kannte. Es handelte sich um Miss Deborah Conway, 30 Jahre alt. Er ging zu ihr und bemerkte beim eintreten das sie wach war.


Sie bedankte sich überschwänglich bei ihm, für die Rettung und das er so schnell geholfen hatte. Er sagte schließlich, dass es selbstverständlich sei, und bereute es im nach hinein auch gleich wieder. Denn er wusste es besser, die Gleichgültigkeit hatte stark zugenommen in der letzten Zeit und das spürte man besonders im Krankenhaus Alltag. Sie redeten noch sehr lange uns Deborah erzählte ihm was sie beruflich machte und was sie vor hatte. Er war sehr angetan von der Frau mit ihren blauen Augen und besonders dem, was sie für Kinder tat. Er versprach ihr, dass er sich um ein größeres Büro für sie kümmern wollte und wollte sogar in seiner wenigen Freizeit mithelfen, wenn er durfte. Deborah wurde verlegen, sie wusste gar nicht so recht was sie sagen sollte und willigte ein.


Ungefähr 4 Wochen später war es soweit, Deborah eröffnete ein richtiges Zentrum in der Innenstadt von Los Angeles und Kel hielt sein Versprechen, das er in seiner Freizeit half. Sie musste für ein Jahr keine Miete zahlen hatte er ihr erzählt, das wäre durch Spendengelder erledigt.


Was Deborah nie erfuhr war, das er diese edle Spender war.

 

Die dunkle Nacht


Eine Kurzgeschichte von Mel




Es war ein regnerischer später kalter Abend, als ein kleines Mädchen von ungefähr 7 Jahren durch die Strassen LA´s lief. Niemand schenkte ihr Beachtung, keiner nahm sich ihrer an. Jeder war nur sich selbst der nächste, das war mittlerweile so. Es waren Zeiten in denen jeder Angst hatte er könnte in etwas verwickelt werden.


John und Roy fuhren mit ihrem Squad von einem Einsatz zurück zur Wache 51, ihrem Hauptquartier. Sie waren zu einem Herzinfarktpatienten gerufen worden und konnten ihm noch rechtzeitig helfen und ins Rampart bringen, wo er von Doctor Early versorgt wurde. Sie redeten nicht, denn beide waren müde, es war immerhin 23.00 Uhr, und beide waren müde von der langen Schicht. Als sie an ihrer Wache ankamen, gingen sie gleich in den Schlafraum, und legten sich hin.


 

Das kleine Mädchen war bis auf die Knochen durchnässt durch den Regen, noch immer hatte niemand Notiz von ihr genommen. Niemand hatte bemerkt, dass sie kleine Schnitte hatte, und dass sie Barfuss lief. Sie kam an der Wache 51 vorbei, und ihr fiel ein, das ihre Eltern ihr erzählt hatten, dass wenn etwas passieren würde sie dahingehen soll, und nach Captain Hank Stanley zu fragen. Da die kleine nicht sehen konnte ob es sich um die richtige Wache handelte klingelte sie einfach und wollte fragen. Sie klingelte mehrmals bevor endlich jemand ihr die Tür aufmachte, es war Mike der vor ihr stand, und sie reinholte. Er fragte sie wie sie hiess und sie sagte Melissa, im gleichen Atemzug fragte sie ob denn das die Wache 51 war und ob ein Captain Stanley da war. Mike nickte und fragte ob sie ihn kennen würde, was Melissa bejahte. Währenddessen war auch Hank schon aufgestanden, genauso die anderen Kollegen und kamen raus, um zu sehen was los sei. Als Hank Melissa sah wusste er sofort dass etwas passiert sein musste, ihm fielen sofort die kleinen Schnitte auf, die Mike schon mit einem Tuch abtupfte. John und Roy holten ihre Ausrüstung und Mike trat zur Seite. Hank kniete sich vor Melissa und fragte sie was passiert sei, da fiel sie ihm weinend um den Hals. Er versuchte sie zu beruhigen und die anderen durchbohrten ihn förmlich mit fragenden Blicken. Er erklärte ihnen, das Melissa seine Nichte sei und man ihr gesagt hätte das wenn etwas wäre sie in einer Feuerwehrwache nach ihm fragen sollte. Das sie nun ausgerechnet gleich die richtige Wache erwischte war purer Zufall.


Als sie Melissa beruhigt hatten, war eine weitere halbe Stunde vergangen bevor sie wieder fragen konnten, was denn passiert sei. Da fing sie an Hank anzugucken und ihr liefen wieder die Tränen die Wangen hinab, sie erzählte ihm mit tränenerstickter Stimme dass sie einen Unfall hatten aber sie wisse nicht mehr genau wo. Alle waren auf einmal hellwach und machten sich sofort abfahrbereit. Melissa bekam eine Jacke von Hank an, und wurde in den Squad verfrachtet in dem ausnahmsweise er Platz nahm und nicht John. Der durfte dafür im Löschzug sitzen. Sie fuhren los in die Richtung aus der Melissa gekommen war, Hank fragte immer ob sie sich an was erinnern konnte. Es verging eine weitere quälende Stunde und sie wussten nicht ob und wie schwer die Eltern der Kleinen waren. Auf einmal fing sie an zu zappeln und schreien dass sie da sein mussten. Doch die Jungs sahen nichts, sie standen an einer Böschung und standen ratlos rum. Da nahm Roy sich den Suchscheinwerfer zur Hilfe und sah das Auto, das abgerutscht sein musste. Man machte sich gleich dran das Fahrzeug zu bergen, was durch die Dunkelheit und den Regen unheimlich erschwert wurde. Hank blieb bei Melissa und rief einen Krankenwagen zu ihrem Standort, der auch umgehend auf den Weg geschickt wurde.


Nach knapp einer dreiviertel Stunde hatte man die Opfer geborgen und man konnte alle beruhigen. Es war zum Glück alles nicht so schlimm wie es anfangs aussah. Hank war froh dass seiner Schwester Sarah und ihrem Mann Bruce nichts Schlimmeres passiert war. Alle drei wurden ins Rampart gebracht und es wurden leichte Prellungen und Schnitte festgestellt. Unterkühlt waren alle drei und sie wurden zur Beobachtung dabehalten.


Alle waren glücklich und durchgefroren und die Jungs fuhren zurück. Kaum in der Station angekommen, wurde es draussen hell, und der Regen hörte auf. Sie hatten alle eine sehr dunkle Nacht hinter sich gebracht, zum Glück mit einem guten Ende.


Ende

 

Ein verrückter Tag


Eine Kurzgeschichte von Mel



Es war ein heisser Sommertag im August in Los Angeles, alle schwitzen und suchten Zuflucht am Strand.


Die Feuerwehr und medizinischen Rettungskräfte hatten alle Hände voll zu tun, sei es um Brände zu löschen oder Personen zu helfen, deren Kreislauf schlapp machte. So erging es auch der Station 51 und dem Team um Captain Hank Stanley. Hank war etwas wehmütig, hoffte er doch, dass dieser Tag nicht so hektisch werden würde, doch leider erfüllte sich das nicht. Kaum waren sie von einem Einsatz zurückgekehrt mussten sie wieder ausrücken. Es kam sogar vor, das sie schon vom Einsatzort aus an den nächsten fuhren. Alles Mögliche an Einsätzen durchlebte die Crew, ernste, lustige und kuriose. Als sie endlich einmal zum durchatmen kamen gönnten sich alle auf der Station eine Abkühlung in dem sie Eis aßen. Hank ging in sein Büro, gab vor die Berichte schreiben zu müssen, die wirklich anstanden, doch er tat es nicht.


Die Jungs hatten ihn beobachte und wussten genau, was in ihm vorging, denn sein Geburtstag stand an. Er hatte gehofft sie würden daran denken, und ging davon aus, dass sie es nicht taten. Da hatte er sich jedoch getäuscht, denn seine Mannschaft sah in Hank mehr als einen Vorgesetzten, und hatten schon vor ein paar Wochen mit einer Partyplanung begonnen. Unterstützt wurden sie von dem Team aus dem Rampart Krankenhaus, mit denen sie sehr gut befreundet waren und auch ausserhalb des normalen Chaos Kontakte pflegten. Geschenke waren alle da und verpackt, Essen und Trinken war auch organisiert. Alles in allem war alles komplett und das Schichtende konnte kommen. Doch bis dahin, rollten noch einige Einsätze auf die Truppe zu. Sie wurden zu einem Feuer gerufen und sie rückten aus. Aufgrund dessen, das Menschen vermisst wurden fuhr auch der Squad mit, die sie dann notfalls versorgen konnten.


Am Einsatzort angekommen, ging alles wie von selbst. Hank gab seine Anweisungen und die Jungs reagierten und agierten wie sie sollten. Johnny und Roy legten ihre Sauerstoffmasken an und gingen in das Gebäude um nach den vermissten Personen zu suchen. Es war eine große Fabrikhalle in der Kinderspielzeug hergestellt wurde. Ein Kurzschluss hatte den Brand mit starker Rauchentwicklung verursacht. Hank forderte Verstärkung an, da man nur sie angefordert hatte. Irgendwer hatte bezüglich des Brandes falsche Angaben gemacht. Chet und Marco gaben alles, doch allein kamen sie gegen die Flammen nicht so an wie erhofft und es wurde immer gefährlicher. Johnny und Roy kämpften sich durch den Rauch durch und konnten kaum die Hand vor Augen sehen, geschweige denn Menschen ausmachen. Sie gingen alles durch, jeden Winkel, unter den Maschinen aber sie fanden nichts. Da entdeckte Johnny eine Tür entdeckt und gab Roy ein Zeichen. Sie gingen vorsichtig durch den dicken Qualm und tasteten die Tür ab, wie heiß sie war, dann gingen sie hinein. Sie fanden zwei Männer und trugen sie hinaus. In der Zwischenzeit, waren weitere Löschzüge eingetroffen und unterstützten Einheit 51, den Brand zu bekämpfen. Während sich die beiden Sanitäter um die Verletzten kümmerten, kam die Ambulanz und das Feuer war so gut wie gelöscht.


Nach zwei Stunden waren die Jungs wieder zurück auf der Wache, und waren dabei sich fertig zu machen für den Feierabend. Die Party war geplant und das Rampart Team war schon vor Ort. Alle verabschiedeten sich ganz normal wie immer und fuhren dann los. Während Mike, Marco und Chet direkt zum Ort des Geschehens fuhren hatten John und Roy einen Treffpunkt ausgemacht und fuhren dann mit einem Wagen zu Hank. Der war mehr als erstaunt, die beiden vor seiner Tür vorzufinden. Sie sagten nichts sondern schnappten ihn verfrachteten ihn ins Auto und fuhren mit ihm weg. Er hatte gefragt was los wäre, aber eine Antwort bekam er nicht. Sie fuhren keine 10 Minuten und schon waren sie da, wo sie hinwollten. Hank, der immer noch verdutzt abwechselnd beide ansah hatte noch immer keine Idee was los war. Sie gingen in einen Raum, in dem es stockdunkel war. Als sie die Türen geschlossen hatten, wurde das Licht angemacht und alle riefen Überraschung. Hank war sichtlich gerührt und bedankte sich bei seiner Mannschaft und allen anderen. Es wurde eine Riesen Party und alle waren froh, das sie am nächsten Tag erst Nachmittags anfangen mussten.

Ende

  

 

 

Das Leben eines Freundes


 

von Mel


 

Schon wieder einer dieser Tage, die es für Dr. Brackett so reizbar machen, mieses Wetter, typisch für den April. Jeder im Rampart hat es gemerkt, Dixie, Joe sogar die Lernschwestern, das er nur noch knurrig ist, und unheimlich, wie würde Dixie es sagen unausstehlich. Aber lag das nur am Wetter, sicher nicht er hatte seit Jahren keinen Urlaub mehr gehabt.


 

Ausgelaugt wie er mal wieder war, schleppte er sich zum Dienst ins Rampart. Das schlimmste an der ganzen Sache war, dass ausgerechnet heute auch noch zwei neue Lernschwestern anfangen sollten, die mit Sicherheit so manchen noch so geduldigen Arzt in den Wahnsinn treiben. „Oh mein Gott, wieder zwei Neue. Wieder haben die Mädchen keinerlei Vorkenntnisse.“ Sagte Kelzu Dix, während die zwei neuen Lernschwestern bereits vor seinem Büro warteten. Kel und Dixie McCall führten grundsätzlich die Einführungsgespräche. „Sei nicht immer so hart Kel, du kannst doch nicht gleich schon am Anfang verlangen dass sie alles können. Sie sind hier um das von dir und uns zu lernen. Gib ihnen eine Chance, Ok!?“ Gemeinsam betreten Sie das Büro, er ließ die Mädchen an sich vorbei und begann das Gespräch.

Das Gespräch ist beendet und die Mädchen starteten in das Wahre Leben. Ein Notfall kommt herein, ein kleiner Junge der scheinbar schlimm gestürzt war. Er hatte eine kleine Platzwunde am Kopf und weint sehr stark vor Schmerzen. Kel und Dixie sind mit einer der neuen Lernschwestern im Behandlungsraum und fangen gleich mit der Behandlung an. „Dix, lass den Röntgenapparat bringen“. Während Dix das tut, bereitete Anita, die Lernschwester einen der Arme des Jungen für eine IV vor...ohne dass es ihr jemand gesagt hat. „Was machen Sie da?“ fragt Kel gereizt und knurrig wie immer. „Ich bereite eine IV vor, um den Jungen Morphin geben zu können.“ antwortete Anita schnippisch. „Morphin?“, nun wird Kel noch lauter. „Sind Sie noch zu retten?“, beginnt er die junge Schwester runter zu putzen. „Schwester! Der Junge hat eine Kopfverletzung, und wir können eine Gehirnerschütterung nicht ausschließen. Gehen Sie einen Kaffee trinken, ich kann Sie hier nicht mehr gebrauchen.“ Als er die Lernschwester aus dem trat Dixie an ihn heran. „Kel, wie kannst du meine Schwester so vor den Kopf stoßen, statt ihr in Ruhe zu erklären, was sie falsch gemacht hat.“ fragte sie ihn verärgert. Kel ist so erledigt, das er noch nicht mal die Kraft findet irgendetwas zu erwidern. Das fällt Dix natürlich auf, und verfällt sofort in ihre so ruhige Art. „Du brauchst Urlaub Kel!“ Dem Jungen zugewandt sagt er „Nein, brauch ich nicht!“ In dem Moment kommt das Röntgenteam rein. „Machen Sie eine komplette Schädelserie“ fordert er das Team auf und geht mit Dix zur Tür. „Kel, du hast seit 3 Jahren keinen Urlaub mehr gehabt. Du kannst so nicht weiter machen, wie lange soll dein Körper das noch mitmachen? Du bist auch nur ein Mensch und keine Maschine.“ versuchte Sie ihn zu bearbeiten. „Und was wird aus all den kranken und verletzten Menschen? Ich kann nicht in den Urlaub fahren und das weißt du.“ Dixie stellt sich vor Kel und verschränkt die Arme vor Ihrer Brust. „Das sind Patienten Kel, sobald sie das Krankenhaus betreten sind es Patienten. Du kannst nicht immer für sie da sein, du kannst nicht jahrelang durcharbeiten und dich selbst vernachlässigen, du als Arzt solltest es besser wissen. Mike und Joe sind auch noch da um sich um die Patienten zu kümmern, sie sind hervorragende Ärzte, und wir haben immer noch die Möglichkeit uns an Dr. Varner zu wenden. Du bist nicht der einzige Arzt in diesem Hospital. Ich will das du Urlaub nimmst und dich erholst, wenn du das nicht machst lass ich dich von Joe Early krankschreiben!“


 

Und wann hast du gedacht soll ich das tun? Du siehst doch was hier los ist, ich kann unmöglich weg“ fragte er Dix. „Nach dieser Schicht, wenn nicht sag ich Joe bescheid. Kel ich meine es ernst, guck dich doch mal im Spiegel an. Ich mache mir Sorgen um dich, verdammt noch mal du würdest genauso mit mir umspringen nicht wahr?“ Kel blickte Dixie an, er wusste dass sie recht hatte. Dafür kannten sie sich zu lange, und ihre Freundschaft war etwas Besonderes. Er wusste wenn er jetzt nicht handeln würde, riskierte er damit dass sie sich von ihm entfernte und das war etwas, was er unter keinen Umständen wollte. Sie waren schon nicht mehr zusammen, das war damals schon schwer genug gewesen, aber ihre Freundschaft wollte er nicht riskieren. „Also gut Dix du hast gewonnen, ich werde ab morgen in die Hütte fahren, für ein oder zwei Tage.“ „Ein bis zwei Tage? Kel, du hast mich nicht verstanden mindestens 1 Woche mein Lieber am besten wären 2 Wochen, aber dazu bekomme ich dich wohl nicht.“ Er schenkte ihr ein Lächeln und dann gingen beide wieder an die Arbeit und versorgten den kleinen Jungen.


 

Also ihr beiden ich fahre dann mal um mir die aufgebrummte Erholung zu holen.“ Dixie sah ihn an und blickte dann zu Joe, und schüttelte den Kopf. „Kel das hat mit aufgebrummt nichts zu tun, gar nichts, es ist doch nur zu deinem besten“ sagte Dix daraufhin. „Dixie hat recht, Sie sehen wirklich schlecht aus, also machen Sie was draus.“ „Oh, danke Joe reiben Sie noch mehr Salz in die Wunde, ich verschwinde ja schon.“


 

Mit diesen Worte verließ er die Klinik stieg in seinen Wagen und fuhr noch in seine Wohnung, um sich noch andere Klamotten zu holen. Da er auch noch Verpflegung brauchte, hielt er auch noch an einem Laden an, und besorgte sich das was er meinte was er für die kommenden Tage brauchte. Er prüfte noch einmal ob er wirklich alles hatte, auch die Arzttasche, man wusste ja nie.

Er fuhr schon eine ganze Zeit als er bemerkte dass er ein leichtes Hungergefühl bekam. Bis zur Hütte war es noch ein zwar nicht mehr soweit, aber bis dahin wollte er nicht warten, also hielt er kurzentschlossen an einem Diner an. Er bestellte sich einen extra starken Kaffee und ein Omlett mit Bacon. Die Kellnerin brachte ihm seine Bestellung ziemlich schnell und er genoss erst mal den Kaffee. Das belebte wieder die müden Lebensgeister wieder.


 

Als er fertig war, brach er wieder auf, um die letzten Meilen hinter sich zu bringen. Das Wetter ist in der Zwischenzeit auch noch richtig schlecht geworden. „Das sind ja tolle Aussichten, da bringen die mich schon dazu, das ich endlich ein paar Tage freimache und dann so ein Wetter“, sagt er vor sich hin.


 

Er fuhr die kurvige Bergstrasse entlang, der Regen wurde immer schlimmer und er konnte kaum etwas sehen. Es war zu allem übel auch keine befestigte Strasse auf der er fuhr, sondern alles lose, mit Steinen, Sand und weiß der Gott was noch. Er hatte Probleme sein Auto auf der Strasse zu halten und nun kam auch noch ein richtig heftiger Sturm auf. In diesem Moment verfluchte er sich selber. „Hätte ich bloß nicht angehalten um meinen Hunger zu stillen, dann wäre ich jetzt bereits in der Hütte.“ Als er das zu sich selber sagte sah er nur noch einen Schatten trat auf die Bremse und der Wagen fing an zu schleudern. Anfangs konnte er den Wagen noch unter Kontrolle halten, aber das Unwetter wurde immer schlimmer. Da schlug ein Blitz direkt vor ihm in einen der vielen Bäume, die die Strasse säumten. Der viel genau auf die Strasse, oder besser gesagt was davon übrig und er konnte nicht mehr ausweichen. Der Wagen brach aus, und schleuderte unkontrolliert über einen Abhang.


 

Zur gleichen Zeit im Rampart. „Hoffentlich ist Kelgut durchgekommen, sehen Sie sich mal dieses Unwetter an Joe“, sagte Dixie. „Sie machen sich zu viele Gedanken Dix, es wird schon alles gut gegangen sein, Sie wissen doch dass er vorsichtig fährt.“ „Ja, das weiß ich, aber haben Sie ihn sich mal genau angesehen? Joe ich glaube wir hätten ihn unter keinen Umständen fahren lassen dürfen, er war einfach nicht in der Lage noch so eine Strecke hinter sich zu bringen.“ Dixie sah sehr besorgt aus, und man konnte sich sehr gut auf ihr Gefühl verlassen, das wusste Joe Early, und genau das bereitete ihm Kopfschmerzen. Hoffentlich ist er wirklich gut angekommen. Er hatte jedoch keine Zeit mehr großartig darüber nachzudenken, denn in dem Moment kam eine Lautsprecherdurchsage „Dr. Early kommen Sie bitte sofort zur Funkanlage. Dr. Early bitte zur Funkanlage.“ Er machte sich auf den Weg und nahm den Anruf von Squad 51 entgegen. Es handelte sich um einen kleinen Jungen, der sich beim Spielen scheinbar das Bein gebrochen hatte. „51/2, schienen Sie den Bruch und kontrollieren Sie noch einmal die Vitalwerte.“ „Verstanden Rampart. Die Vitalwerte sind wie folgt. Puls 95 und kräftig, Blutdruck 115 / 80, Atmung 20 und schnell. Doc der Junge hat zudem eine kleine Platzwunde an der Stirn, ihm ist ein wenig schwindlig.“ „Verstanden 51/2, versorgen Sie die Platzwunde, legen Sie eine IV mit Ringerlacktat und bringen Sie so schnell wie möglich her.“ „Verstanden Rampart, Ankunft in ca. 20 Minuten“.


 

Der Wagen hatte sich einige male überschlagen bis er am fuße des Abhangs schräg auf der Seite liegen geblieben ist. Kel hatte von all dem nicht mehr viel mitbekommen, denn bei dem ersten Überschlag schlug er mit dem Kopf schwer aufs Lenkrad und verlor sofort das Bewusstsein.


 

Eine ganze Zeit später, lief eine junge Frau um die 30 die nun nicht mehr zu befahrene Strasse entlang. Sie hatte ihr Auto unten stehen lassen und sich nach dem Unwetter zu Fuß auf den Weg gemacht zu Ihrer abgelegenen Hütte, in der sie endlich mal wieder entspannen konnte. Sie wollte einfach nur ein paar Tage abschalten, kein Telefon, keine Mitarbeiter die ständig fragten was jetzt anstand, sie würde sich mit dem Buch, welches sie in ihrem Rucksack dabei hatte, schön gemütlich machen mit einem Glas Wein. Das war Entspannung pur!


 

Plötzlich sah sie den Baum der quer über der Strasse lag, und dann sah sie dass da anscheinend etwas passiert sein musste.


 

Joe konnte nicht umhin, er ertappte sich schon wieder dabei an das zu denken was Dixie gesagt hatte. Er sah aus dem Fenster trank seinen Kaffee und schüttelte den Kopf. „Was mach ich mir überhaupt Gedanken, Kel ist ein prima Autofahrer, der sitzt schon vor seinem Kamin mit einem schönen Glas Wein und ich muss mich mit dem Krankenhauskaffee begnügen.“

Dixie trat ein und holte sich ebenfalls ein Kaffee. „Hallo Dr. Early, wie geht es dem kleinen Jungen?“ Doch Joe reagierte nicht so sehr war er in Gedanken. „Dr. Early?? Ist alles in Ordnung“, fragt Dix. „Wie? Ohja, entschuldigen Sie Dix was haben Sie gesagt?“ „Ich wollte wissen, wie es dem kleinen Jungen geht, Randy.“ „Achso, dem geht´s schon wieder gut, und genießt gerade einen großen Teller mit Spaghetti“. „Na das freut mich aber, dann wollen wir mal wieder an die Arbeit gehen, bei diesem Wetter immer noch besser als in der Wildnis rum zu fahren.“ Als Dix das sagte sah sie nicht dass Joe ihr innerlich total aufgewühlt mit sorgenvollem Blick nach sah.


 

Andrea, so hiess die junge Frau, lief mit schnellen Schritten zu der Stelle wo der Baum lag und blickte den Abhang hinab. „Oh Shit, nicht das auch noch.“ Sie lief, so schnell sie konnte den Abhang runter und kam an einem ziemlich stark beschädigtem Wagen, und sie schaute auch sofort rein. Sie sah einen Mann, sehr attraktiv das erkannte sie trotzdem. Der Wagen lag auf der Seite, wie sollte sie bloß an ihn ran kommen so wie es aussah brauchte er dringend Hilfe.


 

Sie ging vorne rum die Windschutzscheibe war kaputt, vielleicht konnte sie da irgendwas erreichen. Aus dem Augenwinkel nahm sie noch die Überreste eines Aufklebers war, der für Mediziner ist. Auch das noch ein Arzt! Ohne zu zögern kroch sie in den Wagen rein, von der Windschutzscheibe hatte sie nichts mehr zu befürchten, die war komplett hinüber.

Sie versuchte einen Puls zu ertasten und erschrak sie fühlte nichts...“Oh nein, “ doch gleich darauf spürte sie ihn. „Mensch, da hast du mir aber einen ganz schönen Schrecken eingejagt.“ Sie wusste nicht wie sie ihn aus dem Wrack rausholen sollte und ein Telefon war ein paar Meilen entfernt, in einem Diner. Sie war Krankenschwester irgendwie würde sie ihm erst mal helfen müssen. Sie sah dass aus seiner Nase Blut kam, er hatte eine Platzwunde auf der linken Seite der Stirn. Dann tastete sie ihn ab, ob er noch weitere Verletzungen davon getragen hatte. Arme und Beine waren in Ordnung, aber als sie den Brustkorb berührte merkte sie, wie er zusammenzuckte trotz der scheinbar tiefen Bewusstlosigkeit. „Verdammt, alles nur nicht gebrochene Rippen bitte nicht.“ Da über kam Andrea auf einmal Panik, sie ist nur Krankenschwester geworden weil in ihrem Studium was passiert war, das sie daran zweifeln lies das sie jemals eine gute Ärztin werden würde.


 

Es war vor 3 Jahren, sie war Assistenzärztin und hatte in einer Unfallklinik in New York Nachtschicht. Es wurde ein Mann eingeliefert zwischen 35 – 40 Jahren, er war in einen Autounfall verwickelt und die Sanitäter hatten gesagt, dass der Patient Rippenbrüche hätte. Das schlimmste an der Sache war, das eine der gebrochenen Rippen in einen Lungenflügel eingedrungen war. Der Patient starb, weil sie nicht rechtzeitig reagiert hatte.


 

Andrea zitterte am ganzen Körper aber sie musste sich zusammenreißen, musste helfen. Da bemerkte sie eine Bewegung.


 

Kel wusste nichts, rein gar nichts, er kam langsam zu sich und sah alles nur verschwommen, als er langsam versuchte die Augen zu öffnen. Seine Augenlider fühlten sich an wie Blei und es viel ihm sehr schwer. Sein Kopf dröhnte vor Schmerzen und er hatte das Gefühl er würde jeden Moment auseinander springen. Er wollte sich bewegen als ihn ein stechender Schmerz im Brustkorb zusammenfahren ließ. „Bleiben Sie liegen, bitte nicht bewegen das ist nicht gut, ich glaube Sie haben sich Rippen gebrochen, und ich fürchte leider das Sie auch eine Gehirnerschütterung haben, und das wird auch keine leichte sein“, hörte er eine weibliche Stimme sagen. Er versuchte in die Richtung zu blicken, aus der er die Stimme wahrnahm aber es wollte ihm nicht so recht gelingen, gleich darauf viel wieder ein Schwarzer Schleier über seine Augen. Er war wieder bewusstlos.


 

Andrea musste handeln auf der einen Seite wusste sie, das er nicht soviel bewegt werden durfte aber da wo er jetzt war, durfte er unter keinen Umständen liegen bleiben, wenn man das liegen nennen konnte. Sie schaute nach, ob er vielleicht irgendwo eingeklemmt war, sie musste ganz sicher sein, bevor sie das große Risiko einging. Sie blickte sich im doch ziemlich zerstörten Wagen um, irgendwo musste sie ihn ja rauf legen, und sie musste ihn warm halten. Er hatte mit aller größter Wahrscheinlichkeit einen Schock und sie wollte versuchen ihn in eine angenehmere Position zu bringen.


 

Es wurde bereits dunkel, Dix hatte Feierabend hatte aber nicht wirklich Lust nach Hause zu gehen. Zu groß war dieses ungute Gefühl in ihrer Magengegend, und das Wetter hatte sich auch noch nicht wirklich gebessert. Sie stand draußen vor dem Rampart, und ohne dass sie es bemerkt hatte, stand auf einmal Joe Early neben ihr. „Kann ich Sie mitnehmen Dixie?“ Er erhielt keine Reaktion. „Dix? “ „Was? Wo?, oh entschuldigen Sie Joe ich war mit meinen Gedanken woanders. Was haben Sie gefragt?“ „Machen Sie sich immer noch Sorgen? Ich habe Ihnen doch gesagt das brauchen Sie nicht. Wie sieht´s aus, soll ich Sie mitnehmen bei dem Sauwetter?“ „Das ist sehr nett, das Angebot nehme ich gern an.“


 

Es fing bereits an zu dämmern, Andrea hatte eine Decke gefunden und sie hatte auch festgestellt, das er nirgends eingeklemmt war. Sie versuchte nun sehr behutsam ihn aus dem Wagen zu bekommen. Sie spürte wie er, trotz seiner Bewusstlosigkeit, dass ihm irgendwas an der Bewegung Schmerzen verursachte. „Oh verdammt, ich hoffe nur ich verletze ihn nicht noch schlimmer“, sagte sie zu sich selbst. Das alles hatte sie in New York auch, als der Mann im Hospital eingeliefert wurde. Sie hatte die Erstversorgung übernommen und hatte später erfahren, das er auf der Station verstorben war, da nicht gleich festgestellt wurde, das schwerste innere Verletzungen nicht mehr rechtzeitig gestoppt werden konnten. „Oh man, was soll ich hier in der Wildnis nur anstellen, um dich nicht zu verlieren?“


 

Sie hatte zwar einige Mühe ihn rauszubekommen aber schließlich gelang es ihr und sie legte ihn behutsam auf die Decke. Als sie ihn da so vor sich liegen sah, fiel ihr erst richtig auf, wie groß er doch war. Und was ihr noch auffiel das er ihr sehr gut gefiel, er war unheimlich attraktiv. „Ich würde gerne wissen, ob es eine Frau an deiner Seite ist.“


 

Andrea, hör auf mit dir Selbstgespräche zu führen, sie lieber zu das du ihm hilfst“ schallt sie ich selber. Sie prüfte noch mal den Puls und die Atmung. Der Puls war sehr langsam, nur bei der Atmung war bislang kein Anzeichen von evtl. Schwierigkeiten zu bemerken. Sie prüfte jetzt, wo er lag noch einmal ob sie noch weiter Verletzungen feststellen konnte. Er hatte noch diverse Hautabschürfungen, und mit Sicherheit noch einige Prellungen, die sie so nicht bemerkte. Er bewegte sich, schien zu sich zu kommen.


 

Kel versuchte wieder seine Augen zu öffnen, und noch immer hatte er das Gefühl als würde sein Kopf in tausend kleinste Teilchen zerspringen. Er sah alles durch einen Schleier, nahm es nur schemenhaft wahr, und er hatte Schmerzen am ganzen Körper. „Versuchen Sie bitte nicht sich soviel zu bewegen.“ Hörte er eine sanfte Stimme zu sich sagen, allerdings konnte er nicht sagen woher sie kam. „Www...Wwwoo bin ich, was ist pa...passiert?“ fragte er gequält. „Sie hatten einen Unfall, sie sind mit ihrem Wagen einen Abhang hinab gestürzt“, entgegnete Andrea. Was für eine sympathische Stimme er hatte, auch wenn sie im Augenblick ziemlich gequält klang. „Sie haben einige Verletzungen davon getragen, und im Moment weiß ich noch nicht wie ich Sie hier rausbekommen soll.“ Kel wollte sich aufrichten aber sie hielt ihn davon ab. „Nein, bitte tun Sie das nicht um Gottes Willen bleiben Sie bitte liegen, ich weiß nicht was alles gebrochen ist.“ Er legte sich wieder hin, er hatte gemerkt das es sowieso nicht ging, ein stechender Schmerz im Brustkorb lies ihn zusammenfahren. Ihm wurde wieder schwarz vor Augen und dämmerte wieder weg. „Sagen Sie mal sind Sie Arzt?“ Sie bekam keine Antwort. „Hey hören Sie mich?“ fragte Andrea erneut. Aber es war nichts zu machen, er hatte erneut das Bewusstsein verloren. „Das ist kein gutes Zeichen, wenn er ständig das Bewusstsein verliert. Was soll ich bloß machen.“ Diese Frage stellte sie sich noch einige Male.


 

Es war bereits Mitternacht, Dixie war zu hause und lag in ihrem Bett. Das Unwetter hatte gedreht, es verzog sich nun wieder in die Richtung aus der es gekommen war, allerdings hatte man in den Nachrichten gesagt, dass es vermutlich noch nicht alles war. Sie hoffte inständig, das Kel sich es in der Hütte gut gehen lies, und wenn er schon nicht fischen konnte, dann vielleicht mit einem guten Buch und einem schönen Glas Rotwein. Eigentlich hatte er es gut, kein Telefon, niemand konnte ihn stören bzw. erreichen und ihm die Erholung vermiesen.

Er hat wirklich schlecht ausgesehen, vielleicht hätte ich schon vorher darauf drängen sollen, dass er sich endlich mal erholt“, sagte sie zu sich selbst. „Wir sind befreundet, ich hätte schon viel früher was sagen sollen. Beim nächsten Mal werde ich nicht abwarten.“


 

Es hatte wieder angefangen zu regnen, und der Wind war auch aufgefrischt. Andrea wusste nicht was sie tun sollte um den gutaussehenden Unbekannten noch zu helfen. Sie hatte bemerkt das er anfing zu zittern, das war ja auch kein Wunder er war vollkommen durch gefroren und nun auch noch der Regen. „Oh man nicht auch noch Fieber dazu, ich das ist gar nicht gut.“ Sie sah im Wagen nach einem Verbandskasten, als sie ihn gefunden hatte, sah sie nach, ob da eine Rettungsdecke drin war. Bingo! „Na also, es kann ja auch nicht alles schief gehen, dann wollen wir mal.“ Dann sagte sie zu sich selbst, „Wenn es hell ist muss ich sehen dass ich irgendwie Hilfe rufen kann. Dann muss ich ihn zwar alleine lassen, aber es geht nicht anders er muss dringend in ein Krankenhaus.“


 

Kel wurde erneut wach, er konnte nichts erkennen was nicht daran lag, das er einen Schleier vor den Augen hatte, er ging davon aus das es mittlerweile Nacht war. „Ist da jemand?“ brachte er mühevoll heraus. „Ja, hier bleiben Sie diesmal aber bitte still liegen.“ „Was...was ist passiert?“ „Das wollte ich Sie gerade fragen, ich bin oben auf dem Weg entlang gelaufen und habe einen Baum gesehen, der quer über der Straße lag. Und beim näheren hinsehen, habe ich gesehen das ein Wagen unten am Abhang lag.“ „Da...da war irgendwas und ich bin, ich bin ausgewichen.“ Er sah Andrea an, zumindest versuchte er es so gut wie es ging. Er fand sie sah gut aus, er wird es sicher noch besser beurteilen können, wenn es hell war und er nicht mehr solche wahnsinnigen Schmerzen hatte. „Sagen Sie, sind Sie Arzt?“ holte ihn Andrea aus seinen Gedanken. „Ja, bin ich, aber ich fürchte im Moment bin ich nicht einsatzbereit.“ Andrea wollte was erwidern, aber sie hatte bemerkt dass er immer schwächer wurde und beschloss es zu lassen. „Ruhen Sie sich aus, vor morgen früh kann ich keine Hilfe holen es ist zu dunkel, ich würde mich verlaufen.“ Gleich darauf bemerkte sie dass er wieder weg war. „Großartig ein Schwerverletzter mitten in der Wildnis und ich fühle mich so hilflos.“


 

Die Jungs der Einheit 51 hatten gerade ihre Schicht angefangen, und hofften auf eine ruhige Schicht. Aber kaum war die morgendliche Ansprache vom Captain vorüber da ging auch schon der Alarm los. „Einheit 51 Einsatz unbekannter Art. 329 Wilshire Blvd. 329 Wilshire Blvd. Zeit 08.40 Uhr.

Der Captain bestätigte den Ruf und alle machten sich auf den Weg. Ein Mann war beim fällen eines Baumes unter diesen geraten. „Cap, ich glaube wenn wir den Baum an zwei Stellen noch mal durchsägen dann ist es bestimmt leichter ihn von ihm runter zu bekommen“ schlug Roy vor. „Okay so machen wir das. Mike die Säge und dann hier und hier, aber pass auf das du nicht zu dicht ran kommst. Roy und John Sie bereiten alles vor.“ Johnny baute das Funkgerät auf und Roy holte alles was sie benötigten. „Rampart Basis bitte kommen hier ist 51/2, “ sprach Johnny ins Mirko. „Hier Rampart, was gibt´s 51/2?“ hörten sie Joe Early sagen.

Rampart, wir haben hier einen Mann ungefähr 35 Jahre alt, er ist von einem Baum getroffen worden, und hat wahrscheinlich ein gebrochenes Bein.“ „51/2 haben Sie seine Vitalwerte?“ „Rampart die Werte sind BP 120 / 90, Puls 90 Atmung ist gleichmäßig bei 20.“ „Verstanden 51/2 schienen Sie den möglichen Bruch und bringen Sie ihn umgehend hierher, und behalten Sie die Werte im Auge.“ „Verstanden Rampart, Ankunft ca. 15 Minuten.“


 

Es fing an zu heller zu werden. „Gott sei dank es wird hell, “ sagte Andrea laut. Sie ging noch einmal zum Wagen und suchte die Arzttasche, sie hoffte einfach dass er ein Arzt war, der nicht ohne wegfuhr. Sie fand sie unter dem Beifahrersitz und öffnete sie. „Sehr gut, eine Blutdruckmanschette, das ist schon mal ein Anfang, ein Fieberthermometer, mal gucken was du noch da drinnen hast.“ Sie kroch wieder raus, und machte seinen Oberarm frei um ihm die Blutdruckmanschette anzulegen. Da zuckte er wieder zusammen, aber kam nicht zu sich, sie nahm an, dass er wieder eine tiefe Bewusstlosigkeit hatte, und genau das machte ihr Angst. „So, dann wollen wir mal deinen Blutdruck und deine Temperatur messen.“ Sie steckte das Thermometer unter seine Zunge, und fing an zu messen. „Ohje, das ist gar nicht gut, dein Blutdruck ist 85/50 und deine Temperatur ist 40,5°. Ich muss dringend Hilfe besorgen du brauchst dringend Infusionen und ärztliche Hilfe.“ Kel bekam von alldem nichts mit, zu tief war die Bewusstlosigkeit, die ihn wieder voll im Griff hatte.

Ohne länger zu warten, wollte Andrea sich auf den Weg machen um Hilfe zu holen. Sie hoffte dass er die Zeit ohne sie auskam. „Ich packe dich erst mal wieder gut warm ein, damit es nicht noch schlimmer wird.“ Dann machte sie sich auf den Weg, da sie ihren Wagen am Ende des Waldweges stehen hatte, konnte sie relativ schnell Hilfe holen.


 

Die Jungs kamen im Rampart an, und ihr Verletzter wurde von Dix in Empfang genommen. „Behandlungsraum 3 bitte, Dr. Early kommt gleich.“ Roy und Johnny sahen Dixie an, sie war irgendwie nicht so wie sonst. Doch sie kamen nicht dazu sie zu fragen, zu schnell war sie weg. Da schnappten sie sich Dr. Early der gerade in den Behandlungsraum wollte. „Doc was ist mit Dixie los?“ „Sie ist im Moment nicht ganz bei der Sache, aber das gibt sich.“ Roy und John schauten sich noch einmal an, da sie aber nicht weiterkamen gingen sie wieder zurück zu ihrem Squad. „Squad 51 wieder einsatzbereit“, gibt Johnny durch, dann fuhren Sie zurück zur Station.


 

Andrea war bei ihrem Auto angekommen und stieg auch gleich ein. Sie fuhr zum Diner und stolperte schon mehr oder weniger rein. „Bitte“, sagte sie etwas außer Atem, „ich muss dringend telefonieren.“ „Sie können hier nicht so einfach telefonieren“, gab ihr die Bedienung entgegen. „Das ist ein Notfall, draußen am Abhang Richtung Salles Canyon. Da liegt seit gestern ein Schwerverletzter der dringend ärztliche Hilfe benötigt, also lassen Sie mich jetzt telefonieren oder was?“ Andrea war schon sehr gereizt, da sie wusste sie durfte sich nicht so lange Zeit lassen.

Nachdem Sie ihren Notruf abgesetzt hatte, fuhr sie auch gleich wieder zurück. Sie konnte ihn nicht so lange alleine lassen, sie musste versuchen ihm zu helfen so gut wie sie konnte zumindest bis die Rettungseinheit eingetroffen ist.


 

Als sie wieder bei ihm angekommen ist, bemerkte sie das er sichtlich Probleme mit der Atmung hatte. „Oh nein, nicht noch einmal, diesmal nicht.“ Sie prüfte sofort seine Werte, sie hatten sich rapide verschlechtert, der Puls war sehr schwach raste aber wie verrückt, sein Blutdruck war soweit abgesackt, das sie ihn als nicht messbar einstufte. Und die Atmung, ja die Atmung war sehr schwerfällig. Sie öffnete sein Hemd um zu überprüfen, ob was in den Lungen zu hören war. Sie hörte ein gluggern, das war kein gutes Zeichen. „Was soll ich nur tun, genau das war auch das Problem in New York fürchte ich. Nur das ich das gar nicht überprüft hatte.“ Sie kam nicht dazu sich weiter Gedanken darüber zu machen, denn auf einmal merkte sie das Kel keine Luft mehr bekam und zu ersticken drohte. Sie musste handeln. Sie griff sich schnell ihren Rucksack und seine Arzttasche, sie hatte doch da was spitzes gesehen, sie musste ihm Luft verschaffen, und hoffte das ihre Kenntnisse reichten, die sie während ihrer Assistenzzeit gesammelt hatte. „Da ist es ja, und nun noch was zum desinfizieren.“ Sie wühlte in ihrem Rucksack und suchte nach einer kleinen Flasche, die sie mitgenommen hatte. Da war sie auch schon sie hoffte das reichte aus.


 

Sie nahm aus dem Verbandskasten etwas zum desinfizieren, tastete die Rippen nach oben und hoffte das alles glatt ging. Als sie die Stelle gefunden hatte, diese desinfiziert, desinfizierte sie das Skalpell, welches sie gefunden hatte und stach mit einem kräftigen Stoss dazwischen, sie hörte wie die Luft entwich. „Gott sein Dank, das wäre geschafft, hoffentlich war es das auch bis die Hilfe da ist.“ Behutsam verband sie die nun offene Wunde und überprüfte noch einmal alles. Kel hatte von alldem nichts mitbekommen da brauchte sie sich keine Gedanken drüber machen.

 

Kurz vorher auf der Wache 51. Alarm! „Einheit 51 schwerer Autounfall mit einem Schwerverletzten. Anfahrt zum Sallas Canyon, Anfahrt zum Sallas Canyon Uhrzeit 8.30 Uhr.“ „Einheit 51 verstanden, wir machen uns auf den Weg,“ bestätigte der Cap und die Jungs fuhren los. „Ein Schwerverletzter? Wie will derjenige das wissen, der den Notruf abgesetzt hat?“ fragte Johnny Roy. „Keine Ahnung, ich hoffe nur das es kein Fehlalarm ist, denn mit so einer Meldung macht man keinen Spaß.“ Schweigend fuhren sie den Weg weiter und hofften beide inständig, das es nicht so schlimm war.


 

Andrea kam die Wartezeit wie eine Ewigkeit vor, sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren. „Man wo bleiben die denn? Er muss jetzt dringend eine IV haben so lange kann das doch nicht mehr dauern.“ Dann meinte sie Sirenen zu hören, sie sah noch einmal zu ihm um ganz sicher zu gehen das nichts passieren kann.


 

Johnny und Roy fuhren mit dem Squad vorweg, und hinter ihnen kam der Löschzug, sie fuhren einen schlammigen Waldweg lang, kein Wunder bei dem Unwetter was den vorherigen Tag und die halbe Nacht angedauert hat. „Meine Güte was ist das für ein Weg?“ fragte Johnny. „Keine Ahnung aber wenn da wirklich was passiert, dann gute Nacht,“ erwiderte Roy. Auf einmal wurde er langsamer, weil da plötzlich eine junge Frau den Abhang rauf kam.


 

Andrea hatte sich nicht verhört. „Da sind sie ja endlich!“ entfuhr es ihr. Der Squad kam zum stehen, und die beiden Jungs stiegen schnell aus und liefen auf Andrea zu. „Was ist passiert?“ wollte Roy wissen. „Da ist ein Auto den Abhang runtergerutscht, und dabei ist der Fahrer schwer verletzt worden.“ Johnny und Roy liefen zum Rand von dem Abhang, der Captain, Chet und Marco waren auch schon da. Sie blickten runter und gingen durch, wie sie den Verletzten raufbrachten. „Chet und Marco ihr holt Seile und die Trage, Johnny und Roy ihr holt eure Ausrüstung und dann runter mit euch, das sieht nicht gut aus,“ wies der Captain seine Jungs an. „Mike fragen Sie in der Zentrale nach, wann die Ambulanz eintrifft.“ „Wird erledigt Cap,“ gab Mike zurück.


 

Johnny und Roy stiegen vorsichtig runter, die junge Frau war bereits unten. Als sie unten ankamen trauten sie ihren Augen nicht, sie erkannten das Opfer sofort, es war Doctor Kelly Brackett! „Ich...ich glaube es nicht,“ war alles was Johnny raus brachte. Roy war der erste, der sich aus seiner Lethargie erwachte und ging so schnell er konnte weiter um zu sehn, was mit dem Doc los war. „Doc? Doc, können Sie mich hören?“ fragte er, erhielt jedoch keine Reaktion. In der Zwischenzeit war auch Johnny bei ihm und hatte sich gefangen. „Was zum Teufel? Was ist das hier?“ fragte Roy, der den Verband bemerkte. „Ich musste ihm doch Luft verschaffen,“ war alles was Andrea raus brachte. Auf einmal sah sie sehr verängstigt und verunsichert aus. „Sagen Sie mal sind Sie verrückt? Wer sind Sie überhaupt?“ brachte Johnny außer sich raus. „Ich bin als Krankenschwester im USC University Hospital (das gibt es wirklich!) tätig, und habe vorher in New York Medizin studiert aber nicht zu Ende gebracht,“ erklärte Andrea in einem ruhigen Ton, der sie selbst stutzen lies. „Johnny sieh zu das du Rampart ran kriegst wir können später darüber diskutieren, was richtig und was falsch ist.“


 

Johnny sah zu Roy rüber. „Mach schon, worauf wartest du? Sein Zustand ist kritisch, und ich fürchte das ist noch mild ausgedrückt also mach.“ Johnny machte sich sofort ran Rampart ans Telefon zu bekommen. „Rampart hier spricht 51/2 bitte kommen, Rampart hier 51/2.“ Es kam keine Antwort. „Johnny was ist denn? Sein Blutdruck ist im Keller, sein Puls kann ich kaum fühlen und die Atmung ist sehr schwach.“ „Ich weiß auch nicht was da los ist ich bekomme keinen ran, ich sollte es oben versuchen,“ erwiderte Johnny, und war auch schon auf dem Weg rauf. Roy bereitete schon vorab eine IV vor, auch wenn sie das Krankenhaus noch nicht ran gekriegt hatten, so verlor er aber am wenigsten Zeit.

Warum tun Sie denn nichts?“ fragte Andrea. „Sie können ihn doch nicht hier so liegen lassen worauf warten Sie also?“ „Mam beruhigen Sie sich wir können erst was tun, wenn ein Arzt uns die Erlaubnis erteilt.“


 

Johnny war in der Zwischenzeit oberhalb der Unfallstelle und versuchte es erneut. „Rampart hier ist 51/2 könnt ihr mich hören?“ „Hier Rampart was gibt’s 51/2?“ hörte er Dix aus dem Funkgerät. „Rampart, wir haben einen männlichen Patienten ca. 40 Jahre alt. Er hatte einen Unfall mit seinem Auto und ist einen Abhang runter gestürzt. Er hat eine große Platzwunde am Kopf und anscheinend ein paar gebrochene Rippen. Außerdem hat er anscheinend einen Pneumothorax. Vitalwerte folgen.“ „Verstanden 51/2, sagten Sie anscheinend ein Pneumothorax?“ „Positiv Rampart, hier ist eine junge Frau bei dem Verletzten, sie hat ihm geholfen, das ihm das atmen leichter fällt. Sie ist Krankenschwester im USC.“ „Johnny, wie sieht es aus, können wir endlich den Verletzten hochbringen?“ fragte der Captain. „Cap, wir konnten ihm noch keine IV legen weil ich von unten keine Verbindung zum Krankenhaus bekommen habe, nun fehlen mir noch die Vitalwerte könnten Sie Roy vielleicht noch mal fragen?“ „Ok, ich geh runter und besorge Ihnen die Werte, wenn es das ganze beschleunigt.“ „Oh, Captain eins noch, bei dem Verletzten handelt es sich um,....“ Johnny zögerte. „Um wen Gage?“ wollte der Captain wissen. „Es ist Doctor Brackett.“


 

Der Captain ging runter fragte Roy nach den Werten, und ging wieder zurück. „Johnny die Werte sind Blutdruck 80/50, Puls 30 und schwach und die Atmung flach und liegt ca. bei 5. Roy verabreicht Sauerstoff. Achja und Roy sagt er hat hohes Fieber um die 40 Grad.“ „Rampart die Vitalwerte sind Blutdruck 80/50, Puls 30 und schwach, die Atmung ist flach und liegt ca. bei 5, er bekommt Sauerstoff. er hat ebenfalls Fieber um die 40 Grad.“ „Verstanden 51/2, legen Sie eine IV mit D5W, behalten Sie ständig seine Werte im Auge und transportieren Sie ihn sofort,“ wies Doctor Early der in der Zwischenzeit von Dixie geholt wurde.

Doc, wir können ihn noch nicht transportieren die Ambulanz ist noch nicht eingetroffen,“ gab John zurück. Joe sah Dix an. “Es klingt nicht danach als wenn der Verletzte so lange warten kann,“ sagte Dix. „Nein, Dix das stimmt, ich werde noch Daten erfragen, lassen Sie derweil alles vorbereiten,“ wie Joe sie an. „51/2 wie lange wird es noch dauern bis die Ambulanz da ist?“ „Rampart laut unseren Informationen ist die geschätzte Ankunftszeit in ca. 10 Minuten.“


 

Roy legte die IV so wie Dr. Early es angewiesen hatte, dann legten sie ihn behutsam in die Trage, und brachten ihn vorsichtig nach oben. Er wollte mehr über die Unbekannte wissen die sich um den Doc gekümmert hat. „Wissen Sie was passiert ist?“ fing er das Gespräch an. „Nun, wie Sie wissen gab es ein sehr schlimmes Unwetter, der Weg war sehr schlecht und hat dann den Weg versperrt. Ich weiß nur das er wohl einem Tier ausgewichen ist und vermutlich nicht mehr auf den Weg geachtet hat. Mehr weiß ich leider nicht, ich kann Ihnen auch nicht sagen, wie lange er hier schon gelegen hat bis ich ihn gesehen habe.“ „Mam,...“ „Nennen Sie mich bitte Andrea“ unterbrach sie ihn. „Ok, ich bin Roy und das ist mein Partner John,“ stellte so auch Johnny vor. „Andrea wann haben Sie den Doc gefunden?“ wollte Roy wissen. „Ich denke das war gestern gegen frühen Abend es war noch nicht dunkel.“ Roy blickte Johnny an, denn beide wussten das schon zu viel Zeit vergangen war.


 

Den Jungs kam diese Warterei ewig vor. Von der Ambulanz war weit und breit nichts zu sehn, aus dem Grund stellte er bei der Zentrale nach. „Einheit 51 an Zentrale.“ „Einheit 51 sprechen Sie,“ kam es vom Dispatcher. „Zentrale wo bleibt die Ambulanz? Wir haben nicht mehr viel Zeit, um ehrlich zu sein, haben wir gar keine Zeit zu warten, der Mann ist sehr schwer verletzt und muss sofort behandelt werden, das schaffen unsere Jungs hier draußen nicht.“ Der Captain war mittlerweile richtig sauer, aber nur weil er sich hilflos fühlte. „Einheit 51, die Ambulanz braucht noch ca. 20 Minuten bis zu Ihrem Standort,“ sprach der Dispatcher.

Hank sah auf Doctor Brackett und dann zu Johnny und Roy. „Captain Stanley, wollen Sie solange auf die Ambulanz warten oder haben Sie eine andere Lösung?“ kam die nächste Frage aus dem Funkgerät. In dem Moment bemerkte Roy das Kel sich bewegte und anscheinend das Bewusstsein wieder erlangte. „Hey Doc, können Sie mich verstehen?“ fragte Roy. Kel wusste nicht woher die Stimme kam er konnte sich nicht orientieren. „Wer,...Roy? sind Sie das?“ fragte er deshalb. „Ja Doc, Johnny und der Rest der Crew ist auch da. Doc wissen Sie was passiert ist oder wissen Sie wo Sie sind?“ fragte Roy. „Ich, ich bin mir nicht sicher, mir ist so komisch es dreht sich alles.“ „Doc? Doctor Brackett? Hören Sie mich?”, fragte Roy etwas lauter. „Das ging die ganze Zeit so Mr. DeSoto,“ lies Andrea ihn wissen. „Immer wenn ich gedacht habe er bleibt wach, dämmerte er gleich wieder weg.“ „Wie oft ist das passiert?“ fragte Johnny der das gehört hatte. „Drei- oder viermal mindestens, wie es war als ich euch gerufen habe weiß ich nicht.“ „Das klingt gar nicht gut, so oft das ist...“ weiter kam Roy nicht, denn auf einmal schien es als wenn Kel´s ganzer Körper unter Strom stand, er zuckte am ganzen Körper. Johnny und Roy hielten ihn gleich fest und mussten sich sogar noch durch Chet und Marco helfen lassen. Das schien aber auch nicht zu helfen, und so halfen Andrea und Mike mit, weil Johnny damit beschäftigt war den Kopf vom Doc ruhig zu halten. Nun wusste Hank was er zu tun hatte. „Zentrale hier Einheit 51, der Verletzte erleidet soeben einen Krampf, ich wiederhole unser Verletzter erleidet soeben einen Krampf. Wir werden nicht auf die Ambulanz warten wir werden ihn mit dem Löschzug transportieren. Ich wiederhole wir werden ihn so schnell wie möglich mit dem Löschzug transportieren.“ „Verstanden Einheit 51, wollen Sie einen Hubschrauber?“ „Nein das dauert zu lange wir fahren sofort los,“ erwiderte der Captain.


 

Rampart hier 51/2 bitte kommen,“ sprach Roy in das Funkgerät. „Rampart seit ihr da? Bitte meldet euch!“ „Hier Rampart 51/2, was ist los?“ fragte Joe Early, der am Funkgerät geblieben war, während Dixie einen Raum vorbereitete. „Rampart der Patient hat angefangen zu krampfen, wir versuchen ihn ruhig zu halten, es ist aber sehr schwierig,“ gab Roy durch. „Verstanden 51/2, aufgrund der Kopfverletzung können wir nichts tun, warten Sie ab und halten Sie mich auf dem laufenden. Ist die Ambulanz da?“ „Verstanden Rampart. Negativ die Ambulanz ist noch nicht eingetroffen und es soll noch so lange dauern, dass wir entschieden haben, ihn mit dem Löschzug zu transportieren, wir treffen gerade die nötigen Vorbereitungen.“ Der Cap war tatsächlich dabei hinten auf dem Zug alles vorzubereiten, er legte so viele Decken wie sie hatten so hin, das man die Trage problemlos platzieren konnte und ohne das der Verletzte Erschütterungen erlitt.


 

Der Krampf dauerte fast 10 Minuten an. „Ihr könnt ihn loslassen“, sagte Johnny, dann meinte er zu Roy „wir sollten Rampart darüber in Kenntnis setzen das es sich um den Doc handelt meinst du nicht?“ „Du hast recht, sonst werden die noch geschockter sein als sowieso schon.“ „Rampart hier ist noch mal 51/2, der Patient ist jetzt wieder ruhig, die Vitalwerte sind unverändert und wir verabreichen Sauerstoff“, meldete Roy. „Verstanden 51/2, was meint ihr, wann ihr hier seid?“ fragte Joe. Der Captain schaute auf seine Uhr. „Wir werden förmlich fliegen Jungs, 20 Minuten. Stoker du gibst so richtig Gas verstanden? Natürlich ohne den Doc durchzuschütteln.“ „Eye Captain wird erledigt“, antwortete Mike. „Rampart es gibt da etwas das ihr wissen solltet“ fing Roy an. „Was gibt es denn Roy?“ wollte Joe wissen. „Doc bei dem Verletzten handelt es sich..., es ist...,“ er wusste nicht wie er es sagen sollte. „Roy was ist los?“ wollte Joe Early wissen. „Es ist nicht ganz einfach Doc, es ist Doctor Brackett!“ So, jetzt war es raus.


 

Joe glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. „Würden Sie das bitte wiederholen!“ „Doc, bei dem Verletzten handelt es sich um Doctor Brackett.“ In diesem Moment war Joe froh, das Dixie nicht da war. Er musste es ihr schonend beibringen und das wurde nicht leicht. Sie waren so eng befreundet, waren sogar mal liiert, das wird sicher einfach werden für sie. „Verstanden 51/2, beeilt euch.“ Er ging los um Dixie zu suchen, und bat in der Zwischenzeit Sharon auf die Funkanlage zu achten und ihn im Notfall rufen zu lassen. „Wird gemacht Doctor Early,“ erwiderte Sharon. „Doctor Early?“ „Ja Sharon?“ drehte er sich zu ihr um. „Wie schlimm steht es um Doctor Brackett?“ wollte sie wissen. „Wenn das alles so zutrifft, wie die Jungs mir das berichtet haben bis jetzt, dann ist es sehr sehr ernst, und wir dürfen keine Zeit mehr verlieren.“ Mit diesen Worten lies er eine erschrockene Sharon stehen. „Bitte, lass nicht zu, das er stirbt,“ murmelte sie vor sich hin den Blick gen Himmel gerichtet.


 

Dixie war im Behandlungsraum 2 und war fast fertig mit den Vorbereitungen, sie hatte nicht einmal bemerkt dass Joe reinkam. „Dix, ich muss mit Ihnen reden“, fing Joe an. Sie erschrak und drehte sich um. „Doctor Early, haben Sie mich erschreckt, was ist denn los? Sie sehen ja aus als wenn die Verwaltung die Gelder für unseren Kaffeeautomaten gestrichen hat.“ „Dixie kommen Sie bitte in Kell´s Büro mit“, war das einzige was er ihr entgegnete und drehte sich schon um. „Joe, was ist los?“ fragte Dix als sie in dem Büro angekommen waren. „Dix Sie wissen das 51/2 einen Schwerverletzten hat.“ „Ja, deswegen habe ich doch die 2 fertig gemacht. Was ist los nun sagen Sie es endlich.“ „Nun, ich weiß nicht genau wie ich es Ihnen sagen soll,...also es handelt sich um Kel, Dixie.“ Das saß, Dix fing an zu zittern und die Tränen begannen ihr über die Wangen zu laufen. „Sagen Sie, dass das nicht wahr ist? Joe bitte das ist nicht wahr oder?“ „Dix, es tut mir leid, ich wünschte es wäre nicht so. Es gibt da noch etwas, kurz bevor ich Sie aufgesucht habe, hatte er einen Krampfanfall.“ „Oh nein, “ mehr brachte sie nicht raus, sie wusste ganz genau was das zu bedeuten hatte bei der Erfahrung die sie hatte.


 

Der Crown und der Squad flogen wirklich förmlich über die Strassen von LA. Roy war auf dem Crown und beobachtete Kel, die Krämpfe waren vollends vorüber, aber die Werte wurden einfach nicht besser. Wer weiß ob nicht doch noch irgendwelche inneren Verletzungen vorhanden waren, außer den gebrochenen Rippen und dem Pneumothorax.

Doc halten Sie durch, wir sind bald da,“ sagte Roy mehr zu sich selbst, da Kel immer noch nicht wieder zu Bewusstsein gekommen war.


 

Andrea saß neben Johnny im Squad, sie hatte darum gebeten mitfahren zu dürfen. Johnny fühlte sich mies, weil er sie so angefahren hatte. „Es tut mir leid, was ich vorhin zu Ihnen gesagt habe,“ sagte er. Andrea die mit ihren Gedanken vollkommen wo anders war erschrak als er sie angesprochen hat. „Was? Es tut mir leid, ich war gerade in Gedanken versunken. Was sagten Sie?“ „Das es mit Leid tut, was ich vorhin zu Ihnen gesagt hab,“ wiederholte er. „Ach, ist schon in Ordnung, ich hätte vermutlich genauso reagiert wenn ich in Ihrer Position gewesen wäre.“ „Sie haben wirklich gute Arbeit geleistet beim Doctor, dass soll Ihnen erst mal jemand nachmachen,“ lobte er sie. „Ich hatte riesengroße Angst Mr. Gage.“ „Nennen Sie mich Johnny.“ „Ok, Johnny. Ich habe während meiner Assistenzzeit einen ähnlichen Fall gehabt als ich in New York im Bellevue Hospital Center tätig war. Nur leider habe ich da einen Fehler gemacht, weil ich etwas übersehen habe,“ fing sie an zu erzählen. Johnny erschrocken zu ihr hinüber. „Was meinen Sie damit, Sie haben einen Fehler gemacht?“ wollte er wissen. „Der Patient ist gestorben!“ lies sie ihn wissen und schon begannen die Tränen zu fließen. Johnny schluckte sehr schwer, aber so das sie es nicht mitbekam sie schien schon genug durchgemacht zu haben, da würde es überhaupt nichts bringen wenn er ihr nun wieder Vorhaltungen machte. Der Rest der Fahrt verlief schweigend.


 

Dix, geht es wieder?“ fragte Joe Early. „Sie bringen ihn mit dem Löschzug her und sind gleich hier. Er braucht uns Dixie oder soll ich jemanden anders kommen lassen?“ wollte er wissen. „Sie wissen ganz genau das ich Ihnen helfen werde Joe.“ „Ja, das weiß ich, wir haben ja schon so einiges durchgestanden.“ „Haben Sie etwas dagegen, mich einen Augenblick alleine zu lassen?“ fragte sie ihn. „Nein, natürlich nicht aber in 5 Minuten zähl ich auf Sie!“ „Keine Angst Joe, ich werde da sein.“ Sie lies den Kopf sinken und ihren Tränen freien Lauf, das sah Joe noch, als er Kel´s Büro verlies, und er wusste das er sich auf Dix verlassen konnte, wenn es hart auf hart ging, war sie zur Stelle. Dixie stellte sich derweil immer und immer wieder die eine Frage. „War es richtig ihn dazu zu bewegen, das er wegfährt? Ich habe es zu verantworten, das ihm was passiert ist. Ich will ihn nicht verlieren!“ sagte sie und hatte die Hände dabei wie zu einem Gebet gefaltet.


 

Der Crown hatte sein Ziel so gut wie erreicht und bog in die Zufahrt zum Rampart ein, der Squad hinterher. Die Pfleger standen schon an parat, und warteten nur darauf das der Crown endlich zum stehen kam. „Los Jungs das hab ich schon mal schneller gesehen,“ trieb der Cap seine Mannschaft an. Die Trage wurde in Behandlungsraum 2 geschoben, in der Joe Early mit Dixie, Sharon und Dr. Morton bereits ungeduldig warteten. „Auf drei, 1, 2 und 3,“ zählte Morton an um den Verletzen mit Hilfe der Pfleger und Roy auf die Liege zu hieven. „Sharon nehmen Sie die Werte. Dix nehmen Sie Blut ab wir werden Blutkonserven brauchen, fürs erste 4 Konserven. Die Blutprobe sofort ins Labor,“ wies Dr. Early an. Jeder Handgriff sass und das meiste lief von alleine, ohne das irgendjemand was anweisen musste. „Seine Temperatur beträgt nun 40° Joe“ teilte Mike Morton mit, während Joe die Reflexe der Pupillen überprüfte, bemerkte er das Kel Probleme bekam was die Atmung betraf. „Ich brauch das Intubationsbesteck,“ sagte Joe. Dixie gab es ihm und schaute tief betroffen zu Kel. Joe beugte den Kopf von Kelnach hinten und führte den Tubus ein und schloss das Atemgerät an, danach wollte er sah er sich noch einmal die Pupillen an. „Hmm..., die rechte Pupille ist in Ordnung, die linke ist leicht erweitert. Dix eine komplette Schädelserie und Thoraxaufnahme.“ Dix nickte ihm zu und organisierte das fahrbare Röntgengerät so schnell sie konnte.


 

Johnny und Roy traten vor den Behandlungsraum und trafen dort den Cap und die übrigen Jungs. „Wie sieht es aus Roy?“ wollte der Captain wissen. „Keine Ahnung Cap wir müssen abwarten, seine Temperatur ist gestiegen die Pupillenreaktion ist nicht in Ordnung, und die Lunge macht ihnen Sorgen,“ antwortete er. „Jungs, wie wäre es mit einem Kaffee?“ wollte der Cap wissen. „Gute Idee,“ erwiderten die Jungs, und sie gingen in die Cafeteria.


 

Andrea blieb alleine zurück und wusste gar nicht so recht, was sie nun tun sollte. „Das beste ist, ich verschwinde heimlich, so bekommt das niemand mit,“ sagte sie zu sich selbst. Sie drehte sich um und ging langsam Richtung Ausgang. „Man, was machst du dir Hoffnung du kennst ihn nicht und wirst keine Auskunft bekommen wie es um ihn steht,“ sagte sie zu sich selbst. Sie führte oft Gespräche dieser Art, mit sich selbst, und sie ärgerte sich über sich selbst, weil sie nur aus diesem Grund mitgefahren war, nun musste sie sehen wie sie wieder zurück kam. „Das hast du nun davon, nur weil du ihn sehr attraktiv findest heisst das noch lange nichts.“ Schimpfend näherte sie sich immer weiter dem Ausgang, als sie auf einmal aufgehalten wurde. „Entschuldigen Sie bitte?“ sprach Dixie sie an. „Wo wollen Sie hin Miss?“ wollte sie wissen. „Ich wollte...wollte gehen Schwester,“ entgegnete sie. Dix war kurz rausgegangen da die Röntgenaufnahmen gemacht wurden, und sie nichts machen konnte.

Würden Sie bitte noch bleiben Miss? Ich weiss Ihren Namen gar nicht,“ bemerkte sie. „Johnson, Andrea Johnson.“ “Ist es ok wenn ich Andrea sage?” fragte Dixie. Andrea nickte nur, nun fühlte sie sich richtig unbehaglich. „Andrea, ich wollte Ihnen danken.“


 

Andrea wusste nicht was sie sagen sollte, wieso bedankte sich die Schwester bei ihr? „Entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht verwirren Andrea, geht es Ihnen gut?“ fragte Dixie, sie sah die Verwirrung in Andrea´s Gesicht. „Nein, ähmmm... ich meine doch, mir geht´s gut, nur etwas erschöpft ich habe die letzten 36 Stunden kaum geschlafen,“ erwidert sie. „Was halten Sie davon, wenn ich nachschaue das ich ein Bett für Sie finde?“ fragt Dix. „Nein, das ist doch nicht nötig Schwester, ich mein ich werde eine Möglichkeit finden, zurück zu kommen und dann werd ich sicherlich schlafen wie ein Stein.“ „Das kommt gar nicht in Frage, das habe ich einmal zugelassen und das werde ich nicht noch mal zulassen, das sich jemand übermüdet in ein Auto setzt,“ entgegnet Dixie sehr forsch, und geht zur Anmeldung ohne Rücksicht drauf zunehmen was Andrea will und was nicht. „Shelly, haben wir ein Zimmer frei, wo sich Mrs. Johnson ausruhen kann?“ „Ich schau sofort nach Mrs. McCall.“ Sie schaut nach und antwortet Dixie, „die 220 ist frei, soll ich Mrs. Johnson hinbringen?“ „Das wäre gut, ich muss wieder zurück zu Doctor Early.“


 

Shelly bringt Andrea in das Zimmer 220, wo sie sich ausruhen soll. „Ich werde Ihnen noch etwas zu trinken bringen, möchten Sie auch etwa Essen?“ fragt sie Andrea, doch die schüttelt nur den Kopf. „Nein danke ich glaube ich bin nicht lange genug wach um das Essen mitzubekommen.“ Shelly kam zurück und brachte Andrea das Wasser. „Kann ich sonst noch etwas für Sie tun Mrs. Johnson?“ fragte sie. „Nein, danke ihr seit alle so lieb zu mir.“ „Das hat den Hintergrund, das Sie sich um unseren Doctor Brackett gekümmert haben,“ entgegnete Shelly. „Wissen Sie wie es ihm geht?“ wollte Andrea wissen. „Nein, das tut mir leid, ich weiß nur, das es sehr ernst ist.“ Mit diesen Worten verlies Shelly das Zimmer und somit Andrea alleine. Die Stille lies sie nachdenklich werden. „War das alles richtig, was ich gemacht habe? Wenn ich etwas übersehen habe was dann?“ sagte sie in Gedanken zu sich selbst, und schlief ein.


 

Kel wird unterdessen weiter behandelt, die Röntgenaufnahmen lassen auf sich warten und auch das Labor. Joe wird sehr ungehalten darüber. „Dix machen Sie denen im Labor und vom Röntgen mal richtig Dampf, so lange kann das doch gar nicht dauern.“ „Sofort Doctor Early,“ gab sie zurück. In dem Moment kam Sharon mit den Blutkonserven der Blutgruppe AB positiv. „Doctor Early das Labor sagt mehr Konserven wären nicht vorrätig,“ gab Sharon an ihn weiter. „Was soll das heissen mehr Konserven sind nicht vorrätig?“ fragte Joe. „Das was ich sagte, mehr als diese 4 Konserven sind nicht da.“ „Mike fangen Sie an ihm die Blutkonserven zu geben ich muss telefonieren,“ gab Joe die Anweisung und verlies den Behandlungsraum.


 

Die Crew der 51 saß nach wie vor in der Cafeteria, der Captain hatte die 51 als nicht einsatzbereit gemeldet. Sie wollten alle erst wissen was mit dem Doc ist. „Ich werde fragen gehen, so lange kann das doch nicht dauern,“ gab Johnny an und stand auf. Er ging zurück und traf Joe auf dem Gang, der gerade dabei war in Kel´s Büro zu verschwinden. „Hallo Doctor Early, wie sieht es aus?“ „Nicht so gut John, warum fahrt ihr Jungs nicht zurück zur Station. Es wird noch länger dauern bis wir genaues sagen können, bis dahin könnt ihr nicht hier warten fürchte ich,“ gab er an. „Johnny ich muss weiter ich muss ein dringendes Telefonat führen entschuldigen Sie.“ Er drehte sich um und ging in Kel´s Büro um das Telefonat zu führen von dem er sprach er musste unbedingt noch Blutkonserven beschaffen.


 

John ging zurück zu den Jungs die ihn alle erwartungsvoll ansahen. „Nun sag schon Johnny wie sieht es au?“ wollte Roy wissen. „Ich hab, ich meine Doctor Early ist der Meinung wir sollten zur Station fahren es dauert noch bis sie was sagen können. Ich glaube wir sollten das tun, um uns abzulenken.“ „Okay wir müssen uns sowieso so langsam zurückmelden,“ bemerkte der Captain. Die Jungs standen auf und liefen mit gesenkten Köpfen zu ihren Fahrzeugen, dann ging es zurück zur Station.


 

Joe war in Kel´s Büro verschwunden und wählte die Nummer vom White Memorial Medical Center und verlangte Doctor Stevens. „James? Ja hier ist Joe Early hallo, du ich habe ein Problem, wir hatten nur 4 Konserve der Gruppe AB, ich habe aber einen Patienten der mehr benötigt. Wie sieht euer Bestand aus?“ „Warte mal kurz ich ruf unten an.“ Es herrschte für einen Moment, der Joe ewig erschien, Stille am anderen Ende der Leitung. Dann regte sich etwas in der Leitung. „Joe? Es tut mir leid, wir haben keine AB Konserven. Wo hast du es überall probiert?“ „Ich hab im Barlow, Pacific und Good Samaritan angerufen. Alle Fehlanzeige.“ „Ich rufe noch zwei Kollegen an Joe wie kann ich dich schnellstens erreichen?“ „Ruf hier im Rampart an auf der Notleitung. Ich werde bei uns im Labor nochmal nachfragen. Ach James, Danke es geht um das Leben eines Kollegen und sehr guten Freund von mir.“ „Kein Problem Joe ich melde mich so schnell es geht.“ Weitere wertvolle Minuten verrannen, Zeit die den Ärzten fehlte um ihrem Freund und Kollegen die Hilfe zukommen zu lassen, die er dringend benötigte .


 

Joe ging ins Labor, und fragte nun erneut nach. "Es tut mir leid Doctor Early, aber wir wirklich nicht eine einzige mehr," liess ihn die zuständige Mitarbeiterin wissen. Niedergeschlagen ging er zurück zum Behandlungsraum, wo Morton sich um Kel kümmerte. "Joe, gut das Sie kommen. Haben Sie welche bekommen können?" "Nein, in 4 Krankenhäusern hab ich angerufen. Fehlanzeige alle 4, ein Freund von mir versucht es noch bei 2 weiteren, hoffen wir das beste. Was ist mit den Röntgenaufnahmen, sind die endlich da?" "Ja hier," Mike reichte sie ihm und dann sahen sie sich die Aufnahmen gemeinsam an. "Er hat wirklich ganze Arbeit geleistet, sehen Sie sich das an. Drei gebrochene Rippen von der eine den Lungenflügel durchstoßen hat. Hmm...das scheint auch keiner gemerkt zu haben, sehen Sie mal die Schulter was ist das?" "Sieht aus wie ein feiner Bruch, aber ist sie gebrochen oder nur angeknackst?" "Tja, das gilt abzuwarten. Der Schädel weist so keine stärkeren Verletzungen auf, was allerdings nicht die Pupillenreflexe erklärt. Wir müssen abwarten und unbedingt seine Reaktion und Reflexe im Auge behalten." Mike nickte zustimmend, er war erstaunt dass sein Kollege, den er als Mentor sah überhaupt noch lebte. Sie drehten sich um und traten an die Liege auf der er lag. "Wie hoch war seine Temperatur?" wollte Joe wissen. "39,5° Doctor," antwortete Sharon. "Messen Sie noch mal und..." er wurde vom Telefonklingeln unterbrochen, ging an das Wandtelefon und nahm ab. "Doctor Early, hallo James hast du was erreicht?" Alle starrten gebannt auf Joe, doch als sich seine Miene verdunkelte wussten sie, dass auch sein Freund keine Blutkonserven auftreiben konnte. "Danke James."


 

Er legte auf und blickte in traurige ratlose Gesichter. "Was wird nun werden?" wollte Sharon wissen. "Wir können nur hoffen, das die 4 uns erst mal helfen und weiter telefonieren. Dix können Sie mal in den Krankenhäusern in Pasadena nachfragen? Nehmen Sie das Telefon in Kell´s Büro da sind Sie ungestört." "Klar Joe mach ich." Dix verliess den Behandlungsraum, allerdings nicht ohne sich noch einmal nach Kel umzudrehen. Sie fühlte sich so hilflos ihn so daliegen zu sehen.


 

Sie schlug eine Art Telefonbuch für Krankenhäuser auf und suchte nach Pasadena, dann rief Sie im ersten an, dem Huntington Hospital, dann das Californian Pasadena Convalescent Hospital. Beide mussten verneinen. Dann rief sie im Saint Vincent Health Care an, und man sagte ihr sie möge bitte einen Moment warten. Sie trommelte unruhig mit ihren Finger auf dem Schreibtisch herum, als sich in der Leitung was tat. "Miss McCall? Wir hätten noch 6 Konserven da." "Ist das ihr ernst?" "Ja, 6 haben wir noch sollen wir die bereitlegen?" "Ja bitte ich organisiere den Transport, und ach Vielen dank!"


 

Dix nahm sofort den Hörer wieder in die Hand und wählte die Nummer der Station 51. „Station 51 Captain Stanley,“ hörte sie die vertraute Stimme des Captains. „Hallo Captain Stanley hier ist Dixie McCall aus dem Rampart. Sagen Sie sind Roy und John da?“ „Hallo, ja sind sie, soll...oh nein es ist doch nichts mit dem Doc oder?“ sie hörte wie nervös er wurde. „Nein aber wir brauchen die Jungs, können die beiden ins Saint Vincent Health Care Hospital fahren, nach Pasadena?“ „Was ist da?“ „Da liegen sechs Blutkonserven die wir für Kel brauchen. Es....“ sie kam nicht weiter. „Schon okay Dix ich schicke die beiden sofort los. Wir beeilen uns versprochen.“ Er legte auf und ging in den Aufenthaltsraum. „Johnny, Roy. Dix hat gerade angerufen.“ Alle zeigten sofort eine Anspannung und starrten ihn an. „Ihr müsst bitte sofort nach Pasadena fahren ins Saint Vincent Health Care Hospital. Da liegen sechs Blutkonserven für den Doc. Ihr müsst sie holen Jungs schnell.“ Die beiden sitzen so schnell in ihrem Squad das sich selbst der Captain wundert. Sie fahren los und Roy tritt das Gaspedal bis zum Anschlag.


 

Dix geht zu Joe Early, man hatte Kel mittlerweile auf die Intensivstation gebracht. „Joe, ich habe welche!“ Er sah sie an und nahm sie in die Arme. „Wie viele?“ „Sechs aus Pasadena, 51/2 ist auf dem Weg und holt sie.“ „Hoffentlich reicht die Zeit.“


 

Die Jungs fahren so schnell wie schon lange nicht mehr als ginge es um ihr eigenes Leben. Aber sie konnten, nein sie durften nicht zu lange brauchen immerhin ging es um das Leben eines Freundes. Da kam ein Wagen von rechts angeschossen ohne zu bremsen, Roy konnte gerade noch ausweichen, kostete aber wertvolle Zeit. Johnny fluchte hingegen und Roy versuchte ihn zu beruhigen. „Hey bleib ruhig das nützt uns gar nichts wenn du dich aufregst, das merkst du doch.“ „Der Typ kostet uns Zeit, die Brackett nicht hat.“ Er ist sehr aufgebracht und Roy hatte Mühe ihn zu beruhigen. Er kannte seinen Partner und ihn wurmte so etwas besonders wenn es um Menschenleben ging. Sie kamen in Pasadena an, und liefen sofort zur Anmeldung um die Konserven abzuholen. „Was für Blutkonserven?“ fragte die Schwester an der Anmeldung. Die beiden sahen sich an und dann wieder auf die Schwester. „Miss Dixie McCall aus dem Rampart General Hospital hat mit Ihrem Labor telefoniert hier wären 6 Blutkonserven die wir abholen können.“ „Moment ich frage in unserem Labor nach,“ sagte sie und rief im Labor an und fragte dort nach. John wurde wieder ungeduldig und trommelte auf den Tisch. „Hallo könnten Sie sich bitte beeilen? Die werden wirklich dringend benötigt!“ Sie sah ihn böse an, aber Roy versuchte die Situation zu entspannen. „Johnny bleib ruhig, geh zum Squad und warte da auf mich,“ dann wandte er sich an die Schwester die immer noch am Hörer hing. „Bitte? Ja zwei Sanitäter sind hier und wollen die abholen für das Rampart General Hospital. Gut okay dann schick ich Mary los die zu holen.“ „Und?“ wollte Roy wissen. „Mary geh ins Labor da steht eine Box die holst du bitte schnell.“ Sie wandte sich an Roy, „hören Sie es geht nicht immer gleich so schnell wie man das vielleicht gerne hätte, ihr Partner sollte das wissen, er scheint ein Hitzkopf zu sein.“ „Nein, das ist er nicht unbedingt, er…wir haben Angst um einen guten Freund und Arzt der dieses Blut wirklich dringend braucht. Es handelt sich um Doctor Kelly Brackett.“ Die Schwester sah ihn an, wie vom Donner gerührt, sie kannte Kelly Brackett sehr gut, sie hatte eine Zeitlang immer Rampart gearbeitet und er war ihr Boss. Als die Lernschwester zurück kam herrschte sie, sie an warum das so lange gedauert hatte, sogar Roy sah sie nun erstaunt an. Sie gab ihm die Box er bedankte sich und lief schnell raus. Er stieg zu John in den Squad und los ging es zurück, ohne zu wissen was sich noch vor ihrer Ankunft im Rampart abspielen würde.


 

Man hatte Schwester Carol aufgetragen, die Werte von Kelim Auge zu behalten, alles aber auch wirklich alles sollte sie melden. Anfangs ist alles in Ordnung, dann bemerkte sie eine Unregelmäßigkeit beim EKG, es hatte den Anschein, dass sein Herz Aussetzer hatte. Dann auf einmal fiel der Blutdruck rapide ab und der Puls wurde unregelmäßiger. Dann Nulllinie. Carol drückte sofort den Alarmknopf und die Krankenhausdurchsage folgte. „Code Blau auf der Intensivstation, bitte alle verfügbaren Kräfte sofort auf die Intensivstation. Code Blau!“ Dix, Joe und Mike Morton waren im Aufenthaltsraum und tranken ihren Kaffee als sie die Durchsage hörten. Alle starrten sich an, jeder wusste wer gemeint war, Joe, Morton und Dix liefen so schnell sie konnten zur Intensivstation mit Pflegern und dem Defibrillator im Gepäck. Carol war bereits dabei, ihn mit der Herzdruckmassage wieder zu holen, als sie von Morton abgelöst wurde. „Totaler Stillstand schnell eine Ampulle Adrenalin,“ gab Joe an und Carol machte sich gleich dran. Ihm wurde die Ampulle injiziert, und Morton setzte die Massage fort. Es tat sich nichts. „Schnell defibrillieren.“ Joe nahm die Paddles und Dix lies das Kontaktgel drauf. „Okay Mike weg, 1, 2, 3, 4hundert Wattsekunden, los.“ Kel wurde geschockt, aber nichts tat sich. Nach dem vierten Mal hatten sie ihn endlich wieder, doch sein Puls war noch schwach und sein Blutdruck viel zu niedrig.


 

Roy fuhr, was der Squad hergab, beide Sanitätern war die Anspannung ins Gesicht geschrieben das sie es nicht aushielten. Sie fuhren ungefähr 30 Minuten als sie endlich das Rampart sahen. Es kam ihnen wie eine halbe Ewigkeit vor, sie sprangen aus dem Wagen und liefen gleich in Richtung der Intensivstation. Dort angekommen sahen sie, wie Dix und Joe mit besorgtem Gesicht heraus kamen. Beiden stockte der Atem, waren sie zu spät? Roy war der erste der seine Stimme wieder fand. „Was ist passiert?“ Dix sah ihn aus traurigen Augen an, und mit zittriger Stimme antwortete sie. „Er…hatte einen Stillstand. Er….“ „Sag dass das nicht stimmt Dix“, sprach Johnny aus, beide befürchteten das Schlimmste und sahen abwechselnd zu Joe und Dix. „Er lebt“, begann Joe „Aber seine Werte sind beunruhigend. Habt ihr was bekommen?“ „Ja hier sind die Konserven“, Roy übergab sie an ihn und Joe verschwand gleich wieder um Kel die Konserven anzuhängen. Die Jungs nahmen Dix in den Arm, sie wussten in welchem Verhältnis sie zu ihm stand und auch sie fühlten sich mies. „Hey Dix komm mit, wir gehen einen Kaffee trinken.“ John fand die Idee gut und so zogen sie, sie schon halb in den Aufenthaltsraum.


 

Joe kümmerte sich derweil weiter mit Mike um Kel, sie gaben ihm gleich zwei auf einmal.

Hoffentlich haben wir nicht zu viel Zeit verloren,“ sagte er zu Mike. Er ist noch nicht über den Berg, das wussten sie und es konnte noch kritisch werden, doch sein Körper würde dem kaum was entgegen setzen können.


 

Dix saß wie ein Haufen Elend auf der Couch im Aufenthaltsraum, Roy und John kamen sich so hilflos vor. So hatten sie Dix noch nie erlebt sie sahen pure Verzweiflung in ihrem Gesicht. „Hier Dix trink der wird dir gut tun.“ Roy hielt dir die Tasse hin die sie nahm und an die Lippen führte. Sie nahm einen kleinen Schluck. „Ich...ich habe Angst Jungs, das erste mal so richtige Angst das wir etwas nicht schaffen.“ „Hey Dix er ist doch ein Kämpfer, er gibt nie auf, und damit wird er nicht aufhören. Er ist im Moment zwar sehr geschwächt aber er... er wird kämpfen und es schaffen.“ Roy blickte seinen Partner an, der diese einfühlsamen Worte fand. „Johnny hat recht Dix, wenn es jemand schafft, dann er . Er hat...er musste schon soviel einstecken, da wird das ein Klacks.“ „Ich hoffe es sehr...ich würde es mir nie verzeihen wenn er sterben würde.“ „Warum sagst du das, du bist doch nicht schuld an dem was passiert ist.


 

Joe blieb bei Kel, während Mike sich anderen Patienten widmete. Kel wurde nach wie vor beatmet, und war am EKG angeschlossen. „Komm schon alter Junge, lass dich nicht unterkriegen. Du musst kämpfen hörst du?“ sprach Joe zu ihm. Er nahm sich einen Stuhl und setzte sich einen Moment zu ihm. Er konnte nicht gehen, nicht jetzt wo er noch nicht über den Berg war. „Dix macht sich schwere Vorwürfe weißt du das? Sie glaubt sie ist schuld an dem was dir passiert ist. Du bist der einzige der ihr das ausreden kann. Ich habe sie noch nie so gesehen, sie...sie wirkt verzweifelt.“ Er vernahm ein leichtes röcheln, aber das gab es nur kurz. Joe kontrollierte die Werte die sich nicht verbessern wollten, und legte ihm eine weitere IV mit Ringer an.


 

Andrea erwachte, sie hatte fast 12 Stunden geschlafen, sie stand auf und ging auf den Krankenhausflur und versuchte herauszubekommen, was mit dem Mann war, den sie gerettet hatte. Sie traf auf eine Schwester und fragte sie, doch die wollte nichts sagen und verwies auf Mrs. McCall. „Wo ist denn Mrs. McCall?“ wollte sie wissen. „Ich glaube im Aufenthaltsraum Mam.“ Dann drehte sich die Schwester um und ging wieder. Andrea versuchte herauszufinden, wo der Aufenthaltsraum war und irrte durch die Gänge. Joe hatte unterdessen das Zimmer von Kel verlassen und machte sich auf Richtung Aufenthaltsraum. Er bog drei mal ab und stieß mit einer jungen Frau zusammen, die gleich darauf leicht zu Boden ging. „Entschuldigen Sie Miss, haben Sie sich weh getan?“ „Nein, nein nichts passiert, aber vielleicht können Sie mir helfen.“ „Was kann ich denn für Sie tun? Moment mal, sind Sie nicht die junge Dame, die unserem Doc geholfen hat?“ Andrea nickt nur, er hatte ihr hoch geholfen. „Wie...wie geht es ihm?“ wollte sie wissen. „Nun, nicht so gut er ist noch nicht über den Berg, ihn hat es böse erwischt.“ Er senkte den Blick dabei, es versetzte ihm nach wie vor einen Stich, und hoffte inständig das bald eine Besserung eintraf. „Kann...ich meine kann ich ihn sehen?“ „Das geht im Moment nicht tut mir leid. Er ist...er liegt im Koma.“ Sie sah ihn ängstlich und erschrocken an, sie taumelte denn sie dachte nun wieder daran, das es ihre Schuld war. Joe konnte sie gerade noch stützen, bevor ihr gänzlich die Beine den Dienst versagten. „Hey...alles okay mit Ihnen?” „Es...es ist meine Schuld nicht wahr?“ „Aber nein, wie kommen Sie darauf? Er hat es Ihnen zu verdanken, das er überhaupt noch am Leben ist. Kommen Sie, Sie sehen ein wenig blass aus.“ Er führte sie in einen Behandlungsraum, wo sie sich auf eine Liege legte, und Joe ihre Vitalwerte nahm. „Ihr Blutdruck ist ein wenig niedrig, ich werde Ihnen etwas geben, damit es vergeht, und dann lasse ich Sie auf Ihr Zimmer zurückbringen.“ „Wenn Sie meinen, das es besser ist.“ Er gab ihr eine Injektion und rief eine Schwester, die aufpassen sollte und Andrea wenn es ging zum Zimmer bringen sollte, er selber ging und suchte Dix im Aufenthaltsraum, doch dort war sie nicht mehr.


 

Dix stand bei Kel am Bett und sah ihn sehr besorgt an. „Ich hätte dich niemals so fahren lassen dürfen, ich hätte dich dazu bringen müssen, wenigstens noch ein paar Stunden zu schlafen. Aber ich tat es nicht es…es ist alles meine Schuld.“ Er öffnete die Augen und sah sie an und sie sah zu ihm. Er wollte was sagen, hatte aber noch nicht bemerkt dass er intubiert war. „Nein nicht, du darfst nicht reden du hast einen Tubus du bist schwer verletzt. Es tut mir alles so leid Kel du hast wegen mir den Unfall gehabt.“ Er sah sie an und schüttelte den Kopf vorsichtig, als wenn er sagen wollte das sie nicht Schuld ist. „Du meinst also, dass es nicht meine Schuld ist? Womit habe ich das verdient? Du weißt ich liebe dich wie einen Bruder und ich bin froh dass wir uns so gut verstehen. Wenn du wieder ganz gesund bist, lade ich dich zu mir zum Essen ein.“ Er nickte und lies sie wissen, das er damit einverstanden war.


 

Joe kam ebenfalls hinzu und sah das Kel wach war. „Hey, da sind Sie ja wieder. Wie ist es sind die Schmerzen erträglich?“ Er nickte nur. „Gut, aber versuchen Sie jetzt zu schlafen, Sie müssen Kräfte sammeln, da kommt noch einiges auf Sie zu.“

Kel schloss die Augen und schlief gleich darauf wieder ein. Joe ging wieder, er wollte eigentlich, dass Dix mitkam aber sie gab ihm zu verstehen, dass sie bei ihm bleiben wollte. Sie setzte sich an sein Bett und hielt Wache.


 

Andrea wachte auf und sah sich um, sie lag wieder in ihrem Zimmer aber sie war allein. Sie stand auf und ging in das angrenzende Badezimmer um sich frisch zu machen, zumindest sofern es möglich war. Dann zog sie sich ihren Morgenmantel an und ging wieder raus auf den Flur. Sie wusste zwar das der Arzt gesagt hat, dass das nicht gehen würde aber sie musste ihn unbedingt sehen. Sie schlich durch die Gänge und hielt am Fahrstuhl, sie hörte Schwestern miteinander reden die vom Doc erzählten, der auf der Intensivstation um sein Leben kämpfte. Nun wusste sie wo sie suchen musste. Sie fand dank der Schilder die Intensivstation sehr schnell und schlich sich hinein. Da sah sie ihn durch das Fenster der Tür, und trat ein.


 

Dix sah auf und blickte sie an. „Wer hat sie hier hereingelassen?“ fragte sie. „Niemand, ich...es tut mir leid aber ich wollte ihn sehen.“ Dix sah sie gütig an, und half ihr sich zu setzen, denn sie bemerkte das es ihr nicht so gut ging. „Ich darf sie normalerweise nicht alleine lassen, aber ich tu es. Er war kurz wach, sollte er noch einmal wach werden müssen sie aufpassen, er darf nicht reden und sich auch nicht zu schnell bewegen. Er ist noch sehr schwach und muss sich erholen. Sollte etwas sein klingeln sie, zögern sie nicht es kann lebenswichtig sein.“ „Ich...ich danke Ihnen und ich werde sofort Bescheid sagen wenn was ist.“ Sie sah ihn an und strich ihm sanft über die Hand, Dix sah das und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Sie hoffte das es Kel genauso ging wie Andrea, sie würde gut zu ihm passen und er würde endlich glücklich werden. Sie lies die beiden alleine und blieb in der Nähe des Zimmers stehen, für Notfälle.


 

Andrea wurde müde, doch sie zwang sich wach zu bleiben. „Du musst sehen das du gesund wirst, du darfst nicht sterben. Ich...ich möchte dich besser kennen lernen, ausserdem hast du hier so viele Freunde und Kollegen das du einfach gesund werden musst, denn sie machen sich große Sorgen um dich.“ Er regte sich nicht, die Gerätschaften piepten weiter und auch das Atemgerät tat seinen Dienst. Aber die Müdigkeit übermannte sie irgendwann und sie schlief mit dem Kopf an seiner Seite ein.


 

Kel erwachte und sah sich um, aber der Tubus hinderte ihn daran große Bewegungen zu machen. Er sah jemanden bei sich der eingeschlafen zu sein schien, nur hatte er das Problem, das er sie nicht wecken konnte. Er bewegte seine Hand und berührte sie, woraufhin sie zusammen fuhr. „Oh...Sie sind wach. Das...das ist gut...sehr gut sogar.“ Er nickte vorsichtig, mehr ging ja nicht. „Haben Sie Schmerzen? Soll ich jemanden holen?“ Er versuchte den Kopf zu schütteln, er wollte nicht das jemand kam, obwohl er Schmerzen hatte. „Sind Sie ganz sicher? Sie haben doch Schmerzen, warum...“ weiter kam sie nicht denn er hob vorsichtig seine Hand um diese auf ihre zu legen. Unter großer Anstrengung klappte es, und sie ergriff seine, damit er sich nicht zu stark anstrengte. Er sah sie an und seine Augen schienen für sich zu sprechen. „Ich heisse Andrea Johnson. Ich habe Sie gefunden und die erste Versorgung vorgenommen.“ Er schlug die Augen zu und wieder auf, so als wenn es er danke sagen wollte. „Sie wollen mir danken? Das ist nicht nötig, ich bin froh das ich da war.“ Sie bemerkte das er scheinbar doch stärkere Schmerzen hatte als er zugeben wollte. „Ich werde einen Arzt holen Sie haben Schmerzen“. Sie berührte auch seine Stirn, die glühte, erst jetzt bemerkte sie das er stark schwitzte. „Sie haben hohes Fieber ich hole Hilfe“. Sie stand auf und ging hinaus, um Hilfe zu holen, sie sah Dix. „Er ist wach, hat starke Schmerzen und hohes Fieber er schwitzt sogar stark.“ „Sie bleiben ich geh zu ihm.“ Mit diesen Worten lies Dix sie stehen und ging zu Kel rein. „Hey was ist mit dir?“ Sie berührte seine Stirn und sah ihn an. „Dein Fieber ist wieder gestiegen, hast du starke Schmerzen? Und sei ehrlich ich finde es heraus.“ Er nickte, und in seinen Augen spiegelten sich Tränen vor Schmerzen. Dix wusste ganz genau das er einiges an Schmerzen ertragen konnte und wenn selbst er anfängt zu weinen dann hatte es was zu heissen. „Du bist ein Sturkopf weißt du das? Die hattet du doch auch vorhin schon, warum hast du da nichts zugegeben das es dir schlecht geht“? Sie wischte ihm die Tränen weg, heimlich hatte sie auf den Alarmknopf gedrückt, damit Joe kam, so hoffte sie zumindest. Sie nahm seine Werte und maß Fieber, es war auf 40 gestiegen. „Himmel, wir müssen es endlich in den Griff bekommen. Du bist schon schwach genug.“ Da trat Joe ein und trat sofort an das Bett heran und nahm sein Handgelenk. „Was ist passiert?“ „Er ist nur wach geworden, aber er hat Schmerzen starke Schmerzen und mittlerweile 40 Fieber. Joe wir müssen uns unbedingt was einfallen lassen so geht das doch nicht weiter. Warum geht das Fieber nicht runter?“ „Ich weiß es nicht, es sieht aus als wenn er auf das Antibiotikum überhaupt nicht reagiert. Ich probiere etwas anderes aus. Kel wie ist es mit den Schmerzen?“ Kel versuchte den Kopf zu schütteln als Zeichen das diese nicht gut waren. „Ich verstehe, Dix geben Sie ihm 10 mg Morphin, auch wenn das nicht so gut ist aber es muss sein. Ich hole das andere Medikament.“ Er verschwand und kam kurz darauf mit einem kleinen Fläschchen wieder. Dix hatte ihm in der Zwischenzeit das Morphium gegeben und er hatte die Augen geschlossen. Joe gab ihm das andere Medikament das sein Fieber senken sollte. „Wenn das nicht hilft, weiß ich auch nicht weiter. Wir sollten noch Wadenwickel zusätzlich machen, das bringt seine Temperatur zusätzlich runter.“ „Okay Joe ich mache mich sofort ran.“ So schnell sie konnte ging sie raus und bereitete alles vor. Dann kam sie mit einer Schüssel kaltem Wasser und machte ihm die Wickel fertig. Sie legte sie ihm um und deckte ihn wieder zu, dann sah sie ihn an. Joe ging raus und sprach mit Andrea, er erklärte ihr das sie nicht zu ihm konnte, dankte ihr jedoch für ihr schnelles und beherztes eingreifen. Er brachte sie zurück auf ihr Zimmer wo sie sich ausruhen sollte.


 

Es vergingen die Tage, Kel ging es schon etwas besser, sein Fieber hatte man endlich in den Griff bekommen und seine Schmerzen wurden weniger. Seine Brüche heilten langsam und auch seine Lunge erholte sich auch, so dass man sogar gewagt hatte den Tubus zu entfernen. Nach fünf Tagen durfte Andrea zu ihm er hatte darum gebeten, aus mehreren Gründen. Er wollte sich bedanken und er wollte sie wiedersehen. Sie klopfte an und wartete.


 

Herein!“ sagte er etwas lauter, und Andrea trat ein. „Hallo, wie...wie geht es Ihnen?“ „Schön das Sie da sind kommen Sie...setzen Sie sich doch.“ Er hatte noch mühe zu reden weil es ihn doch sehr anstrengt. „Ich wollte mich...mich bedanken. Sie...haben mir das Leben gerettet.“ „Nicht der Rede wert das hätte jeder getan, aber Sie sollten sich nicht so viel reden, es scheint Sie anzustrengen.“ „Das...muss aber gehen jetzt. Ich...musste das loswerden, denn es ist nicht...unbedingt (er hustet)...üblich das es jeder gemacht hätte.“ Er muss wieder husten, aber er kriegt sich schnell ein. „Sind Sie sicher das es Ihnen gut geht?“ Er nickt, sein linker Arm war am Oberkörper fixiert, damit der feine Bruch in der Schulter verheilen konnte. „Es geht schon machen Sie sich man...keine Gedanken. Wollen wir das blöde Sie...nicht lassen? Ich...heisse Kel“ „Gern, ich heisse Andrea, sehr angenehm.“ „Was...trieb eine schöne Frau wie dich dorthin...wo du mich gefunden...hast?“ „Du wirst es nicht glauben, ich wollte eine kleine Wanderung unternehmen. Tja, nur kam der Sturm und der Regen dazwischen. Ich mache so etwas gerne, das befreit vom Alltag und tut auch dem Körper gut.“ „Das...das war mein Glück.“ „Sagen wir so, es war ein Glück das ich nicht umgedreht bin. Was ist denn passiert? Weißt du das?“ „Nein, so genau weiß ich es nicht, was passiert ist. Ich weiß nur das ich durch den starken Regen gefahren bin, aber irgendwie war es das auch, das nächste woran ich mich so richtig erinnern kann ist, das ich hier wach geworden bin.“ „Das...das heisst du weißt nichts von dem was passiert ist? Ich meine das ich dort unten gewesen bin, bei dir?“ „Nur vage...es tut mir leid.“ Sie sah ihn an und fand er sah erschöpft aus. „Du siehst müde aus, du solltest schlafen.“ „Nein...schon okay...*gähn* ich bin...nicht müde.“ „Komm schon, ich werde wieder kommen. Ich werde zwar heute Nachmittag entlassen, aber ich komme vorher noch einmal her.“ „Du...du bist...ich...*gähn*...also gut...ich werde schlafen.“ „Dann ist gut ich sehe später nach dir okay?“ Er nickt und schliesst die Augen, kurz darauf ist er eingeschlafen. Leise ging Andrea raus und zurück in ihr Zimmer.


 

Es vergingen weitere drei Wochen Kel hatte noch einen Rückfall aber erholte sich relativ schnell davon. Das einzige was ihm noch zu schaffen machte, war die Atmung, aber das würde vergehen. Andrea war jeden Tag bei ihm und sie wurden immer vertrauter miteinander. Es vergingen weiter zwei Wochen bevor Kel entlassen wurde, Andrea holte ihn ab. „Hey, da bist du ja, komm gib mir deine Tasche.“ Er gab sie ihr und sie gingen zu ihrem Auto, in dem sie die Tasche verstaute und er sich hinsetzte. Sie fuhren zu ihr und sie bekochte ihn.


 

Das ging ein paar Wochen so, und Andrea und Kel waren sich näher gekommen. Er konnte schon stundenweise arbeiten und sie holte ihn meist hab, da sie oft einen anderen Dienstplan hatte. Als er wieder voll im Dienst war, wurde die Zeit für die beiden immer weniger deshalb beschloss Kel sie etwas an einem gemeinsamen Abend etwas zu fragen. „Du...ich möchte dich etwas fragen.“ „Na, da bin ich ja gespannt was du fragen möchtest.“ „Ich...was hältst du davon, wenn wir beiden zusammenziehen? Ich meine du zu mir? Meine Wohnung ist groß genug.“ Sie blickte ihn an und ihre Augen fingen zu leuchten an. „Das...ist das dein Ernst?“ Er nickte, denn es war sein voller Ernst. „Ja, ja ich möchte mit dir zusammenziehen.“ Sie stand auf und gab ihm einen Kuss.


 

Was mit einer Katastrophe begann endete mit einem Happy End.


 


 

Ende

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